[Wort zum Wochenende] Was ich die letzten Wochen so getrieben habe…

Hallo liebe Literaturfreunde,

auf meinem Blögchen war es die letzten Wochen wieder ein wenig still geworden, denn das Sommerloch treibt sein Unwesen. Ich war tatsächlich recht viel beschäftigt, unterwegs und vor allem im Urlaub! Der war leider nicht ganz so erholsam wie erwartet und was das Lesen in dieser Zeit betrifft … Reden wir nicht weiter drüber 😛

Urlaub ist ein schönes Stichwort, oder? Es ist eine der schönsten Zeiten im Jahr und dieses Mal hat es uns wieder in die Berge verschlagen – allerdings nur für 3 Tage, dann ging es weiter Richtung Meer.

3 Tage Wandern in Südtirol – Eine Grenzerfahrung für kurze Beine

Irgendwann so Anfang dieses Jahres fragte mich meine Kollegin, ob mein Mann und ich nicht Lust hätten auf eine kleine Hüttentour in Südtirol Mitte August. Nach einer kurzen Entscheidungsphase haben wir letztlich zugesagt, schließlich hat uns der Berg- und Wandervirus im vergangenen Jahr angesteckt – Heilung nicht möglich.

Am 12. August war es soweit: Am frühen Nachmittag versammelte sich unsere Wandergruppe (insg. 15 Personen) in Naturns auf einem Parkplatz, von dem aus wir gemeinsam zum Wanderausgangspunkt gefahren sind. Fünf Fahrer blieben zurück um die Autos wieder in der Stadt zu parken und die restlichen 10 Leute brachen zum 1. Ziel auf: Die Rableid Alm auf 2004 Meter Höhe. Der Marsch dorthin war nicht all zu anstrengend und bereits nach etwa einer Stunde und 15 Minuten beendet. In der Hütte bezogen wir unser schönes Quartiert, gönnten uns etwas zu trinken und abends ein super leckeres Abendessen mit selbstgebackenem Brot und Käse aus eigener Herstellung.

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Nach einer einigermaßen erholsamen Nacht (ein 8-Bett-Zimmer geht schon noch xD), brachen wir nach dem Frühstück um 8 Uhr auf zur großen Tagestour. Unser Ziel: Die Zwickauer Hütte auf 2989 Meter. Diese Tour hatte es in sich!

Das 1. Stück war noch relativ angenehm zu laufen und der Anstieg gut machbar. Aber bereits nach einer dreiviertel bis ganzen Stunde ging es nur noch bergauf. Ich liebe ja hochalpines Gelände, aber der Aufstieg zur Stettiner Hütte auf 2875 Meter war schon ganz schön Kräfte zehrend. Entschädigt für die Anstrengung wurden wir dort allerdings mit einem wunderschönen Ausblick und einer kühlen Limonade.

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Meine Kollegin sagte an der Hütte zu uns „Das Schlimmste habt ihr jetzt geschafft“. Erleichterung durchströmte uns, denn es war bereits Mittag und es lag noch ein ordentlicher Marsch vor uns. Wir konnten ja nicht ahnen, dass der 2. Teil dieser Etappe noch einmal so anstrengend wird…

Getreu dem Motto „Das Leben ist kein Ponyhof“ führte uns der Weg schnurstracks bergab. Richtig gelesen, bergab! Die 800 Höhenmeter, die wir seit der Rableidalm zurückgelegt hatten durften wir nun wieder absteigen um dann wieder 900 Meter zur Zwickauer Hütte aufzusteigen. Der Weg war beschwerlich, wir mussten insgesamt über 3 Schneefelder, wovon eines mich fast alle Nerven gekostet hat, und das letzte Stück zur Hütte war sehr steinig. Nach einer 9-stündigen Wanderung haben wir es schließlich geschafft. Fast um Punkt 17 Uhr betraten wir die Zwickauer Hütte – ausgelaugt, total kaputt aber glücklich! Der Ausblick war einfach herrlich – unbezahlbar.

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Und der Sonnenuntergang erst! Den Abend verbrachten wir bei leckerem Schweinebraten mit Knödel und schließlich im Bett.

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Die Nacht war wenig erholsam – mit mehr als 15 Leuten auf einem Zimmer ist das aber auch kein Wunder. Dazu teilten sich Daniel und ich ein Bett (90cm!!), da die Hütte mit 8 Personen überbelegt war. Umso glücklicher war ich, als um 5.15 Uhr endlich der Wecker klingelte um uns pünktlich zum Sonnenaufgang zu wecken. Wir hatten wirklich Glück, denn es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Einen Sonnenaufgang auf fast 3000 Meter Höhe in den Bergen zu beobachten ist etwas ganz Besonderes. Das werden wir nicht so schnell vergessen.

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An diesem Sonntag ging es dann auch direkt nach dem Frühstück wieder ins Tal, wir mussten schließlich um halb 11 den Bus in Pfelders erwischen. Deshalb mussten wir den Abstieg durchziehen, was dazu führte, dass ich nach den 3 Stunden meine Beine eigentlich nicht mehr spürte. Mit dem Bus ging es dann nach Naturns zurück, von wo aus wir weiter nach Mirano (nahe Venedig) fuhren.

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Diese Wanderung war für meinen liebsten Ehemann und mich eine absolute Grenzerfahrung. Eine solch anstrengende Wanderung haben wir noch nicht erlebt und werden wir mit Sicherheit auch nicht mehr so schnell machen! Wir sind dankbar für diese Erfahrung, denn was wir in diesen 3 Tagen alles gesehen haben ist und bleibt unbeschreiblich.

Die Tage in Mirano verbrachten wir eher ruhig mit ein paar Stadtbesichtigungen (unter anderem Venedig) und einem schönen Badetag an der Adria. Wir haben etwa 4 Tage gebraucht um uns einigermaßen zu erholen 🙂

Man kann nie genug Anstrengung haben…

Das haben wir vermutlich unterbewusst gedacht, da wir unsere 2. Urlaubswoche nicht einfach auf Balkonien verbracht haben, sondern kurzer Hand unsere Terrasse im Garten erweitert haben. Sechs Tage lang haben wir in der Sonne geschuftet, aber das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Willkommen auf der Festung Henningstein:

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Soweit mein Bericht zu den Geschehnissen der letzten Woche. Was habt ihr so getrieben? Durftet ihr schon Euren Sommerurlaub genießen oder steht er noch aus? Wart ihr vielleicht erfolgreicher mit dem Lesen als ich?

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

 

 

2 Kommentare

  1. Da hast du aber was tolles erlebt. Ich war ewig nicht mehr in den Bergen und ich erinner mich noch, wie schön die Wanderungen sind. Für den Ausblick lohnt sich die Anstrengung definitiv 🙂 Mein Sommerurlaub war Anfang Juni schon gewesen und hat uns ausnahmsweise mal weiter weg geführt: Curacao. Also nur Strand, Sonne und Meer 🙂 Da kam ich sehr zum Lesen. Ich habe in der einen Woche 5 Bücher gelsen 🙂

    Ich habe in der letzten Zeit leider nur gearbeitet und das auch noch sehr viel, sodass ich im August tatsächlich nur 2 Bücher lesen konnte (und die waren nicht mal sehr dick). Naja, vielleicht wird in diesem Bereich der September besser.

    Liebe Grüße
    Anna

    1. Hallo liebe Anna,

      das klingt aber auch nach einem tollen und vor allem erholsamen Urlaub 😀 Nach unserem Urlaub hätte ich auch mal so eine Woche Sonne, Meer und Lesen genossen, aber man kann nicht alles haben.

      Ich hoffe auch, dass es mit dem Lesen im September bei mir besser läuft 🙂

      Viele Grüße,
      Diana

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