[Wort zum Wochenende] Lilienlicht macht Sport und wenn eine Sucht die andere Sucht unterdrücken möchte

Hallo liebe Bücherfreunde,

hinter mir liegt eine Woche Urlaub und vor uns allen das heißersehnte Wochenende. Wenn ich ehrlich bin, könnte ich noch 1-2 Wochen Urlaub vertragen, aber wir sind ja schließlich nicht bei „Wünsch dir was“. Für mich heißt es jetzt arbeitstechnisch (wie für viele andere auch) Durchziehen bis Weihnachten. Meine letzten Urlaubstage nutze ich dann zwischen Weihnachten und Neujahr (bis auf den Deinstag, da darf ich noch einmal auf Arbeit 🙂 ). Aber ich möchte mich nicht beklagen, denn ich bin dankbar, dass ich einen sicheren Arbeitsplatz habe!

So viel zum Thema restliche Jahresplanung. Schauen wir lieber auf die letzten Wochen und Monate zurück. Allzu viel ist auf dem Blog nicht los gewesen, dafür bin ich privat allerlei am tun und machen.

Seit September bin ich nämlich Mitglied im Fitnessstudio (Injoy). Lang habe ich hin und her überlegt wie ich meine sportliche Freizeit nach meiner (faulen) Sommerpause gestalten möchte. Das Problem mit der eigenen Unzufriedenheit dürfte zumindest den meisten Frauen unter Euch ein Begriff sein – hier kneift es, dort ist es nicht so wie es sein soll. Nachdem ich mich dann eines Tages gewogen hatte und meine Waage fast seuftze, als ich auf sie gestiegen bin, war für mich klar: ich muss etwas tun. Meiner Gesundheit zu Liebe und dem eigenen Wohlbefinden. Ich hatte viel Gutes über das Fitnessstudio in der Nähe gehört und habe einen Beratungstermin vereinbart. Mir wurde schnell klar, dass ich mich dort sehr wohlfühlen könnte. Denn für Sport zu festen Zeiten oder in Eigenregie bin ich viel zu undiszipliniert. Das Studio liegt auf dem Arbeitsweg, also kann ich ohne Umwege von der Arbeit aus hinfahren. Keine gefährliche Couch, die ihre Arme um einen ausbreitet!

Gesagt getan. Ich habe einen 2-Jahres-Vertrag abgeschlossen und ein paar Boni ausgehandelt. Nun bin ich knapp 3 Monate dabei und kann sagen: Es macht wider Erwarten Spaß und ich fühle mich tatsächlich besser! Ich gehe zwar nur zweimal die Woche zum Sporteln, aber das Programm ist abwechslungsreich und kann jederzeit  auf Wunsch anders gestaltet werden. Die Trainer kümmern sich lieb um einen und man kann einfach zufrieden seinem Sport nachgehen. Im Schnitt verbringe ich 1,5 Stunden im Studio und bin anschließend ordentlich ausgepowert. Und es gibt schon sichtbare Ergebnisse! Insgesamt sind jetzt knapp 4kg Gewicht runter (auch durch ein wenig bewusstere Ernährung!) und nach 6 Wochen hatte ich bereits 3,3 % Körperfett verloren. Ich hoffe weiter dranzubleiben um vielleicht Anfang nächsten Jahres mit einem Wohlfühlgewicht durch die Welt gehen zu können 🙂 Man kann seinen inneren Schweinehund besiegen!

Ich verbringe nun also einen Teil meiner Freizeit mit Sport, aber nicht nur das Thema Sport hat in den letzten Wochen einen Platz in meinem Leben eingenommen. Nein, ich bin auch wieder meiner Gamer-Sucht verfallen. Leider? Zum Glück? Ich weiß es nicht 😀

Seit ein paar Woche hat mich die Leidenschaft für Onlinegames wieder einmal übermannt. Ich widme einen erheblichen Teil meiner Freizeit dem Onlinegame „Blade and Soul“ von NCSoft.

Es ist wie man sieht ein Onlinegame im asiatischen Stil (Korea) und befasst sich mit der Geschichte einer großen Kampfschule. Natürlich alles fiktiv. Die Story ist nicht die spannenste, aber doch etwas anderes. Im Game spiele ich eine Assasine, die vor allem mit Täuschung versucht, den Gegner zu vernichten 😀 Schon ziemlich freakig, oder?

Das schöne an MMORPGs (= Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) ist der Kontakt zu anderen Spielern – aus der ganzen Welt. Ich spiele auf einem europäischen/deutschen Server und habe daher vorrangig mit den eigenen Landsleuten zu tun. Man kann solche Spiele natürlich bis zu einem gewissen Grad allein spielen, aber es ist nunmal nicht Sinn und Zweck davon. In solchen Spielen findet man sich in einem „Klan“ zusammen und spielt im Optimalfall auch sog. Instanzen zusammen. Das läuft nicht immer so gut. Hat man aber erst einmal eine tolle Truppe gefunden -wie in meinem Fall 3 durchgeknallte Jungs und ein liebes Mädel- macht es einfach nur Spaß. Auf Plattformen wie Teamspeak oder Discord kommt man zusammen und lernt die Menschen kennen, denn man spricht mit ihnen. Wir haben super viel Spaß im Moment und genau das macht den Reiz dieser Spiele für mich aus – das Zwischenmenschliche. So verrückt es auch klingt.

Diese eine Sucht ist Segen und Fluch zugleich. Einerseits macht es mega viel Spaß zusammen zu zocken, andererseits kommt die Lesezeit dadurch einfach zu kurz. Und so kommt es dann, dass die eine Sucht eine andere unterdrückt. Das wird nicht immer so sein und ich werde auch versuchen beiden Hobbys genügend Aufmerksamkeit zu schenken, aber es ist nicht leicht sich zu entscheiden.

Der Blog wird natürlich nicht lahm gelegt. Im Gegenteil! Ihr könnt Euch im Dezember auf eine tolle Adventsaktion mit sehr schönen Gewinnen freuen. Also seid gespannt und verpasst auf keinen Fall den 1. Advent auf Lilienlicht.de!

Wie steht es mit Euch? Habt ihr auch noch so eine zweite Sucht, die manchmal Eure Bücherliebe etwas in den Hintergrund drängt? Und wie ist es um Eure sportliche Leidenschaft bestellt? Ich würde mich über einen Austausch freuen!

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

 

 

4 Kommentare

  1. Martina sagt: Antworten

    Haha.. ja, kenn ich 🙂 Ich puzzle in letzter Zeit lieber, male Mandalas zur Entspannung aus (das hilft mir nach der Arbeit runter zu kommen) oder ich schaue abends Dvds (ich bin in den Club der roten Bänder eingestiegen), die ich mir im Laufe des Jahres zusammengekauft habe.

    Oder ich bin öfter auf Konzerten, Comedyprogrammen oder Lesungen unterwegs. Nächste Woche öffnen unsere Weihnachtsmärkte, die wollen auch besichtigt werden.

    Das mit dem Sport ist ein super Erfolg! Dranbleiben! Ich gehe zwar nicht zum Sport bzw. ins Fitnessstudio, aber da unsere Azubine weg ist und wir keine neue bekommen haben, hab ich die tägliche Stadtrunde an der Backe. Die Laufe ich fast komplett zu Fuß, also täglich mindestens 1 Stunde schnelles Gehen und abends nach der Arbeit auch noch mal die Strecke bis zur Bahn (15 Minuten, morgens lauf ich die Strecke auch noch). Es helfen schon Kleinigkeiten 🙂

    Gerade in den Wintermonaten ist die Motivation ja eher gering. Deshalb ist es wichtig etwas zu haben, dass einen Spaß macht und wenn das Lesen mal in den Hintergrund rückt, ist das auch nicht weiter dramatisch. Spätestens zur Buchmesse ist ja wieder alles beim Alten 🙂

    Liebe Grüße aus dem seit Tagen nasskalten und ständig verregnetem Köln,
    Martina

    1. Andere Hobbys müssen eben auch mal sein, richtig? 😀 Es gibt auch so viele tolle Sachen! Ist nicht leicht sich immer zu entscheiden.

      Kleinigkeiten helfen was Sport betrifft auf jeden Fall. Ich nehme auch immer die Treppe statt den Aufzug. Schließlich macht auch Kleinvieh Mist. Ich freue mich schon wahnsinnig dich in Leipzig wiederzusehen!

      Liebe Grüße,
      Diana

  2. Du sprichst mir förmlich aus der Seele. Auch ich habe im letzten Monat das Zocken für mich entdeckt, allerdings Wow mit meinem besten Freund zusammen, was ordentlich potentielle Lesezeit frisst, aber eben auch echt viel Spaß macht und mal was anderes ist^^
    Im Gegensatz zu dir hadere ich noch mit dem Sport. Ich merke derzeit auch meine Problemzonen und bin an manchen Tagen unzufriedener als an anderen. Deshalb wollte ich eigentlich mal wieder schwimmen gehen, aber immer nach der Arbeit übermannt mich dann doch der Schweinehund und ich fahre auf direktem Weg nach Hause. Dabei habe ich mir doch sogar einen wasserfesten MP3-Player gekauft, damit das Bahnenziehen spannender wird, aber habe ich seitdem noch nicht einmal ausprobiert.

    Na ja dann ändern wir das die nächsten Tage hoffentlich mal, ich werde jetzt weiter lesen!

    Liebe Grüße,
    Katja 🙂

    1. Das freut mich, wenn es nicht nur mir so geht 😀 WoW habe ich noch nie gespielt, aber ich habe ja meinen aktuellen Favorit gefunden. Zocken ist eine Liga für sich, macht aber mega viel Spaß!

      Du solltest dich auf jeden Fall versuchen zu moivieren. 1-2 Mal die Woche macht echt viel aus und wenn man erstmal Spaß daran gefunden hat und sich daran gewöhnt, fällt es einem auch viel leichter. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass du deinen inneren Schweinehund besiegst 🙂

      Liebste Grüße,
      Diana

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