(SPOILER-)Interview mit Lennox Merryweather aus Cherryblossom – Die Zeitwandler von Mina Kamp

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich euch etwas aus meiner Feder vorstellen. Es handelt sich um ein Interview mit dem Buch-Charakter Lennox Merryweather aus Cherryblossom – Die Zeitwandler von Mina Kamp.

Mich überkam gestern ein Schreibflash und auch die Sehnsucht nach dem zweiten Band dieser Reihe nagte an mir. Also konnte ich nicht anders! Ich musste einfach etwas in die Tasten hauen – Das Nachfolgende ist dabei heraus gekommen.

Ich möchte vorab noch eine SPOILER-WARNUNG geben. Das Interview setzt nahtlos am Ende des ersten Bandes an. Wer das Buch also noch lesen möchte, sollte sich das Interview für danach aufheben, denn darin ist zu erfahren wie die Geschichte ausging. Das Interview ist demnach für Leser gedacht, die das Buch schon beendet haben. Aus meiner Sicht fasst es das Ende des Buches noch einmal recht gut zusammen – natürlich aus Lennox’s Perspektive.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Lesen. Meinung und Kritiken sind herzlich willkommen. Könnt ihr Euch vorstellen öfters mal so etwas zu lesen?

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Ich wünsche Ihnen einen guten Tag Herr Merryweather. Ich freue mich über Ihre Zeit um uns ein paar Fragen zu beantworten. Ich muss zugeben, dass Sie etwas „verraucht“ aussehen und auch riechen …

Das tut mir leid. Sie haben mich mit dem Interview überfallen. Ich hatte keine Gelegenheit mich umzuziehen oder gar zu Duschen. Sie müssen wissen, dass ich vor ein paar Stunden noch in einem brennenden Haus lag – eine ziemlich heiße Angelegenheit sage ich Ihnen! (er grinste frech)

Das ist ja schrecklich. Möchten Sie uns vielleicht erzählen, wer Sie sind und was Ihnen widerfahren ist?

Das ist eine ziemlich lange Geschichte!

Die Kurzfassung vielleicht?

Nun gut. Mein Name ist Lennox Merrywaether, ich bin ein Zeitwandler, um genau zu sein ein Nachtalb. Ich beziehe meine Lebensenergie aus den Träumen anderer Wesen – bevorzugt Menschen. Ich kann des Weiteren die Zeit für kurze Momente anhalten. Dies alles wird durch einen Dämon in mir bewirkt. Wir Zeitwandler sind daher unsterblich. Dafür zahlen wir jedoch auch einen gewissen Preis. Über die Jahre haben wir unsere Menschlichkeit abgelegt, sind zu Einzelgängern geworden, haben regelrecht verlernt für andere da zu sein…

Ich arbeite für den hohen Rat der Zeitwandler. Meine Aufgabe ist es, eine Zeitwandlerin und Hexe namens Hanna Cherryblossom zu ihrem Vater Dominik Dawn zu bringen. Leider sind uns unterwegs Hannas Onkel Henry und die Sekte „Occulus Videns“ in den Weg gekommen. Sie wollten Hanna entführen, haben dabei eine Freundin niedergeschossen und mich niedergeschlagen. Wir waren beide bewusstlos. Als ich langsam wieder zu mir kam, brannte das Haus in welchem wir lagen, schon fast lichterloh. Mit meiner letzten Kraft konnte ich meine Freundin Olivia schnappen und aus dem Haus fliehen.

Was ist dann passiert? Wissen Sie was mit Hanna geschehen ist?

Nein das weiß ich nicht (er blickte sehr traurig auf den Fußboden, sammelte sich jedoch wieder). Ich stand vor dem Haus. Die Mitglieder der Sekte und Henry waren tot… Ich gehe nun stark davon aus, dass ein weiterer unser Mitstreiter, sein Name ist Ben, Hanna retten konnte. Vielleicht kam auch ihr Vater zu Hilfe… Vom Rat habe ich schon seit einigen Tagen nichts mehr gehört.

Ihnen scheint viel an diesem Mädchen zu liegen…

Das stimmt. Ich liebe sie sogar… (wehmütig blickte er ins Leere)

Lieben? Ist das als Wirt eines Dämons überhaupt möglich? Sie sagten selbst, dass Sie Ihre Menschlichkeit abgelegt haben.

Das dachte ich auch. Doch dann kam Hanna. Ich war mir meiner Gefühle selbst nicht bewusst, ich kannte es einfach nicht mehr. Ich wusste nicht mehr was es bedeutet, für eine Frau Zuneigung und Leidenschaft zu empfinden (er lächelte verlegen). Seither war ich zwischen meinen Gefühlen hin und her gerissen. Sie müssen wissen, dass sich unsere inneren Dämonen bekämpfen! Man kann dies nur schwer kontrollieren. Hanna befindet sich nach wie vor in ihrer Verwandlung. Ihr Dämon wäre nicht stark genug um gegen meinen anzukommen. Deshalb musste ich Sie vor mir selbst schützen, und das obwohl ich sie so sehr liebe…

Das muss schrecklich schwer für Sie sein! Es scheint jedoch so, als erwidert Hanna ihre Gefühle?!

Das tut sie. Darüber bin ich sehr glücklich, ich kenne sie recht gut. Ich beobachte sie nun schon seit ihrem fünften Lebensjahr. Es gibt jedoch Dinge, die mich zweifeln lassen, die mir Angst machen…

Was genau macht Ihnen Angst?

Ben Wallner. Er ist ein Hexer und quasi mein Nebenbuhler. Es scheint, als fühlt sich Hanna zu ihm hingezogen… Zumindest ergreift er alle Gelegenheiten um ihr näherzukommen. Dabei nutzt er jede Situation schamlos aus (Zorn funkelte in seinen Augen auf). Das Schlimmste ist jedoch, dass Ben als Hexer einen Rechtsanspruch auf Hanna hat. Wir haben Sie zur Hexe erwachen lassen. Das Gesetz besagt, dass ein Hexer einen Rechtsanspruch auf eine neu erweckte Hexe hat. Ich befürchte, dass Ben zu seinem Vorteil diesen Anspruch geltend machen wird. Was Hanna oder ich darüber denken, wird den Rat nicht interessieren…

Besteht denn die Chance, dass Hanna sich dagegen wehren wird?

Ich denke sie wird es versuchen… Mit Sicherheit ohne Erfolg. Das Problem ist einfach, dass Hanna ohnehin denken wird, dass Olive und ich tot sind. Ich weiß auch nicht wo sie ist.

Haben Sie eine Vermutung? Was werden Sie jetzt tun?

(seine Miene wurde nun sehr ernst) Ich habe eine Vermutung – Ja. Ich denke sie wird bereits bei ihrem Vater sein. Ich hoffe es zumindest zum Wohle ihrer Sicherheit. Mir wird nun nichts anderes übrig bleiben, als mich auf den Weg zum Rat und Dominik Dawn zu begeben. Ich werde versuchen vorher Kontakt zu ihm aufzunehmen. Was danach kommt, kann ich nicht abschätzen. Selbst wenn Hanna mich an ihrer Seite wissen möchte, steht das Gesetz zwischen uns. Es wird unglaublich schwer werden, einen Weg zu finden, der eine gemeinsame Zukunft für uns bereithält. Ganz davon abgesehen, besteht die Gefahr eines Kriegsausbruches und Hanna ist unter allen Wesen heiß begehrt…

Weil Sie eine Hexe und Zeitwandlerin ist?

Richtig genau deshalb. Ich weiß selbst nicht, welche Kräfte sie nun besitzt und entwickeln wird. Meine Aufgabe ist es jetzt erst einmal sie zu finden. Ihre Sicherheit ist mir in diesem Moment das Wichtigste.

Ihre größte Angst ist also …

Dass ihr etwas Schlimmes zugestoßen ist – richtig! Diese wird dicht gefolgt von derer, dass sich Hanna von mir abwenden könnte, warum auch immer. Doch damit werde ich mich erst beschäftigen können, wenn ich sie gefunden habe. Auf diese Suche werde ich mich nun begeben – Wenn Sie mich also entschuldigen würden. (er stand auf und verließ den Raum)

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Liebe Grüße,
Eure Lilienlicht =(^-^)=

2 Kommentare

  1. Hallo!

    Ich finde die Idee mit dem Interview sehr einfallsreich. Du solltest das unbedingt öfter machen, so hab ich das noch gar nicht gesehen auf Blogs. 😉

    Das Interview ist dir gut gelungen. Danke für die Spoilerwarnung. Aber da ich nicht beabsichtigt habe das Buch zu lesen, habe ich sie ignoriert. Mein SUB platzt wie immer aus allen Nähten.

    Viele Grüße

    1. Huhu!

      Ich freue mich wenn so etwas gut ankommt. Auf die Idee bin ich gekommen, weil auf dem Blog Glitzerfee’s Buchtempel (oder Büchertempel?) solche Interviews waren. Soweit ich das verstanden habe, lässt sie die aber von den Autoren schreiben und veröffentlicht sie nur. Finde ich aber irgendwie nicht so toll.

      Ich denke auch, dass solche Interviews ganz auflockernd und witzig sein können. Beim nächsten guten Buch wird sicherlich mal wieder eins dabei sein! Ich entdecke ja momentan noch meine kreative Ader xD

      Ganz liebe Grüße :*

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