Rezension zu „Selection“ von Kiera Cass (Band 1)

Es ist tatsächlich schon wieder ein paar Wochen her, als ich die Selection-Reihe von Kiera Cass begonnen habe und so langsam wird die Rezension dazu überfällig. Die Reihe erschien unter dem Dach der S. Fischer Verlage.

Selection

(c) S. Fischer Verlage

Inhalt

America Singer gehört der 5. Kaste der Gesellschaft von Illeá an und ist damit Mitglied einer der niedrigsten Kasten des Landes. Sie ist, wie so ziemlich der Rest ihrer Familie, künstlerisch-musisch begabt und verdient damit ihren und den Lebensunterhalt ihrer Familie. Die Singers besitzen nicht viel, aber es reicht um gut über die Runden zu kommen und um etwas zu sparen, sparen für eine gemeinsame Zukunft mit Aspen – Americas (geheime) erste große Liebe. Als der Staat ein Casting zur Wahl der neuen Prinzessin Illeás veranstaltet, wird America dazu gedrängt, sich zu bewerben. Sie wird auserwählt und hat die Chance mit 34 anderen Mädchen um die Gunst des Prinzen von Illeá zu buhlen.

Meine Meinung

„Selection“ vereinigt Elemente einer Dystopie, der TV-Show „Der Bachelor“ und Aspekte der TV-Show „Germanys next Topmodel“ in einer Geschichte, der es zwar etwas an Tiefgang fehlt, aber sehr lesenswert ist.

Der Staat Illeá wurde nach dem 4. Weltkriegt auf amerikanischem Boden gegründet und teilt die Gesellschaft in 8 Kasten ein. Die Bürger werden in eine Kaste hineingeboren und können mitunter aufsteigen (z.B. durch Kauf oder Einzug zum Militär). Regiert wird das Land vom König und seiner Frau. Der junge Thronfolger, Prinz Maxon, soll eines Tages das Zepter in die Hand nehmen und benötigt dafür eine treue Ehefrau, die ganz traditionell aus dem Volk ausgewählt werden soll – so wie Königin Amberly. Also veranstaltet die Königsfamilie ein Casting bei dem 35 junge Mädchen der Kasten 1 bis 5 die Chance erhalten, die Prinzessin von Illeá zu werden.

America Singer ist eine fleißige, starke Protagonistin, die eigentlich weiß was sie möchte: genug Geld sparen um Aspen Leger, ihre erste große Liebe, zu heiraten. Doch als Illeá zum Casting aufruft drängen Aspen und Americas Mutter sie dazu, sich zu bewerben um die Chance auf ein besseres Leben zu erhalten. Tatsächlich wird America ausgewählt und zieht kurz darauf in den Palast ein, wo ihr völlig neue Privilegien, wie z.B. genügend Essen, zuteilwerden. Doch eigentlich möchte sie einfach zurück zu ihrer Familie und Aspen.

Mit Americas Begegnung mit Prinz Maxon nimmt die Geschichte ein wenig an Fahrt auf und man taucht in viele witzige Momente mit den beiden ein. Die Beziehung wirkt anfangs sei steif (wie Maxon), aber mit der Zeit fiebert man immer mehr mit. Man lernt Maxon von einer anderen Seite kennen, die auch America von ihrer voreingenommenen Meinung abweichen lässt. America bleibt dabei immer sie selbst und stößt sogar Themen an, die weitreichende Auswirkungen für die Regierung und das Volk haben sollen.

Jedoch ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Das Land befindet sich im Krieg mit New Asia und Rebellen versuchen das Casting zu unterbrechen und die Regierung zu stürzen. Und hier entstand mein erster Kritikpunkt: Die Rebellen schaffen es mehrfach in den gut bewachten Palast einzudringen und richten damit ein ziemliches Chaos an. Das ist für mich wenig glaubwürdig, denn mal ehrlich: Wie oft ist denn schon jemand in den Buckingham Palace oder das Weiße Hause eingedrungen? Darüber hinaus bekommt die Rebellengeschichte für meinen Geschmack zu wenig Aufmerksamkeit – man erfährt zu wenig über sie und den Krieg mit New Asia.

Auch die Charaktere kommen in der Geschichte leider etwas zu kurz. Zwar erfährt man aufgrund der Ich-Perspektive viel über America, aber der Rest der Protagonisten bleibt einfach auf der Strecke (von den vielen Mädchen mal abgesehen). Zwar gibt es ja noch die Selection-Stories, aber etwas mehr Tiefe hätte dem Buch ganz gut getan. 100-200 Seiten mehr wären bei so einem schönen Plot eine Bereicherung gewesen 🙂

Fazit

Mit „Selection“ gelingt Kiera Cass ein guter Auftakt in eine Geschichte mit viel Gefühl und Spannung. Leider erhält man sehr wenig Informationen zu der Welt, den Rebellen und dem Krieg. Auch den Charakteren fehlt es etwas an Tiefe. Dennoch ist die Geschichte sehr lesenswert, denn der Plot und America selbst können voll überzeugen!

Lilie1Lilie1Lilie1Lilie1

 

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

2 Kommentare

  1. Guten Morgen 🙂

    eine schöne Rezension die mich daran erinnert, dass ich diese Reihe auch unbedingt noch lesen möchte.

    Wünsche dir einen schönen Tag
    Deine neue Leserin Lisa

    1. Liebe Lisa,

      danke für dein Kompliment. Die Reihe kann ich dir wirklich wärmstens empfehlen!!

      Viele liebe Grüße,
      Diana

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