Rezension zu „Scáth Solas – Schattenlicht“ von Juliana Fabula

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Freitag allerliebste Leser!

Schande über mein Haupt! Bereits am vergangenen Sonntag habe ich ein Buch ausgelesen, aber bisher keine Rezension darüber verfasst. Ich möchte Euch das Buch meiner Partner-Blog-Kollegin Juliana Fabula vorstellen. Wie ihr vielleicht schon wisst, schreibt sie bereits seit ihrer Kindheit und veröffentlichte im Sommer einen kleinen Fantasy-Roman. Der Name lautet: Scáth Solas – Schattenlicht. Sie hat es als Self-Publisher veröffentlicht. Erhältlich ist es als Printversion bei Epubli und als eBook bei Bookrix und den gängigen Online-Shops.

Die schöne Printversion des Buches habe ich übrigens bei einem Gewinnspiel auf ihrem Blog abgestaubt ;-).

Die nachstehenden Infos beziehen sich jedoch auf das eBook, weil ich finde, dass es wirklich ein tolles Schnäppchen ist und auf einem eBook-Reader nicht fehlen sollte!

Vorab die wichtigsten Fakten zum Buch (eBook):
Art: eBook
Erscheinungsdatum: 12. August 2012
Seitenanzahl: 182
Preis: 1,99 Euro
ISBN: 978-3-95500-088-2

Cover

scath solasDie Covergestaltung ist wirklich gelungen wie ich finde. Das Buch wirkt professionell, was mir sehr gefällt. Ich habe mir schon einige Cover von selbstveröffentlichen Büchern (eBooks) angeschaut und viele wirken doch ein wenig trist oder merkwürdig. Ich assoziiere ein gut aufgemachtes und professionelles Cover immer mit einem ebenso guten Inhalt, bzw. erhoffe ich mir es zumindest davon. Zu dem regt es eher an, sich den Klappentext anzusehen.

Das Cover von Juliana ist wie die meisten Fantasy-Jugendbücher recht dunkel und düster gehalten. Es erscheint dadurch automatisch mysteriös und geheimnisvoll. Es zeigt, meinem Erachten nach, die Hauptprotagonistin Ariél, umgeben von einem Wald. In der Hand hält sie ein Amulett, der Rücken trägt weiße Flügel und unter ihr wütet das Feuer der Hölle. Dieses Cover gibt schon ein wenig Aufschluss über den Inhalt. Mir gefällt es immer wieder äußerst gut, wenn die Cover einen engen Bezug zum Buch haben – wirklich gut gelungen!

Inhalt
Scáth Solas erzählt die Geschichte der 18-jährigen Ariél, die gerade ihr Leben im Waisenhaus beendet und hinter sich zurücklässt. Am Beginn der Geschichte zieht sie in ihre erste eigene Wohnung und macht sogleich Bekanntschaft mit der Katze Lux. Von ihm erfährt sie, dass sie etwas ganz Besonderes ist und was das Leben für sie bereithält. Ariél wird bald der Mittelpunkt zwischen Himmel und Hölle sein, denn beide Reiche kämpfen um ihre Gunst. Warum, wieso, weshalb werde ich Euch natürlich nicht verraten.

Meine Meinung
Die Geschichte von Ariéls Leben finde ich sehr interessant. Doch bevor ich mehr zur Handlung, den Protagnisten sowie dem Schreibstil erzähle, möchte ich noch ein paar Hintergrundinformationen zu diesem Buch einwerfen. Juliana hat Scáth Solas für einen Schreibwettbewerb verfasst und zwar innerhalb von 8 Wochen! Jeder der schon einmal eine längere Hausarbeit oder gar einen Roman geschrieben hat, weiß was für eine Arbeit dahintersteckt – insbesondere was die Lektorierung an. Warum ich das an dieser Stelle erwähne, erfahrt ihr im Anschluss.

Wie schon berichtet, gefällt mir die Handlung des Buches sehr gut. Es geht um einen Lebensabschnitt, den eigentlich nahezu jeder irgendwann einmal erleben wird – den Einzug in die erste eigene Wohnung. Das erste Mal auf den eigenen Beinen stehen, für sich selbst zuständig sein. Damit kann ich mich natürlich gut identifizieren, denn mit 18 Jahren hatte ich auch schon meine erste eigene Wohnung. Natürlich geht es in diesem Buch auch um Liebe, Gefühle und Kämpfe, die ausgefochten werden müssen. Dabei bleibt durchgehend der Spannungsbogen weit oben erhalten, so dass man das Bedürfnis hat weiterzulesen. Ariél rutscht in viele spannende und ergreifende Situationen hinein, die den Leser zum mitfühlen und mitfiebern animieren.

Dass ich für Liebesgeschichten zu haben bin, ist kein Geheimnis. Mein Herz braucht das! Die hier dargestellte Liebesgeschichte ist voll mein Ding, denn es geht auch romantisch sowie erotisch her 😉 – aber nicht kitschig! Nichtsdestotrotz birgt Scáth Solas ein wirklich großes Potential und sollte meiner Meinung nach nicht nur fortgesetzt, sondern auch nochmals überarbeitet und erweitert werden. Es bieten sich hier ausreichend Situationen an, die ausgebaut werden können, ohne dass es langatmig werden würde!

Die Protagonisten der Erzählung sind schön dargestellt. Aufgrund der Kürze fehlt sicherlich die Tiefe der Charaktere und auch wären mehr Gedankengänge ausgesuchter Protagonisten wünschenswert gewesen. Allerdings war es in diesem Rahmen nicht anders machbar (denke ich!).

Ariél gefällt mir als Protagonistin ganz gut. Sie ist sympathisch und schlägt sich gut in allen Situationen. Ihre Handlungen sind ebenso gut nachvollziehbar. Bei den männlichen Charakteren fehlten mir stellenweise die Gedankengänge ein wenig um ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Ansonsten sind auch sie gut dargestellt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker, hier und da umgangssprachlich. Das wirkt sich auf den Lesefluss recht positiv aus, da man leicht über die Seiten hinwegschwebte. An manchen Stellen ist es mir jedoch ein bisschen zu umgangssprachlich. Allgemein schreibt die Autorin recht bildhaft, so dass man sich die Szenen sehr, sehr gut vorstellen kann – ein absolutes Muss bei einem Buch! Minuspunkte gibt es allerdings für häufige Rechtschreibfehler und Wiederholungen. Das störte beim Lesen zwar nicht all zu sehr, dennoch mindert es einfach die Qualität des Buches, was ich sehr schade finde. Hinzu kommen kleinere Logikfehlerchen, die auch nicht sein müssten.

Nicht zuletzt ermöglicht der allwissende Erzählstil dem Leser einen Überblick über alle Geschehnisse und hält ihn somit gut bei Laune – das Buch legt man also nur ungern aus der Hand.

Fazit
Scáth Solas ist ein Roman mit sehr großem Potential. Die Geschichte ist in der Lage den Leser zu bewegen und ihn mit sich zu reißen. Leider schmälern die angesprochenen Defizite die Qualität des Buches – dies ist natürlich den bereits beschriebenen Rahmenbedingungen geschuldet. Was die Bewertung anbelangt, bin ich wirklich hin und her gerissen. Für die Handlung würde ich volle 5 Punkte vergeben. Die Protagonisten bekämen aufgrund der fehlenden Tiefe 3,5 Punkte. Letztendlich einige ich mich auf sehr gute 3 Punkte, da für mich persönlich die angesprochenen Fehler ein wenig zu häufig aufgetreten sind – auch wenn es nicht extrem war. Diese Bewertung beurteile ich auch aus Fairnessgründen gegenüber meinen bisher bewerteten Büchern als angemessen. Die Geschichte befinde ich als sehr lesenswert und ich kann der Autorin nur raten hier nochmal nachzubessern – zumindest was die grammatischen sowie orthografischen Fehler anbelangt.

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Liebste Grüße,
Eure Lilienlicht

 

Hinweis: Die Urheberrecht am Cover bleiben unberührt.

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