[Bloggeraktion] Rezension zu „Sannah & Ham“ von Lucy Ivison und Tom Ellen

Einen wunderschönen guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich sehr, denn ich darf Euch heute exklusiv zum Erscheinen von „Sannah & Ham“ von Lucy Ivison und Tom Ellen eine Rezension präsentieren. Ich kam in den Genuss an der Blogger-Aktion von Chicken House Deutschland (zum Hause Carlsen gehörend) teilzunehmen. Gemeinsam mit meiner lieben Mandy von Mandys Bücherecke durfte ich das Buch vorablesen. Besprochen haben wir das ganze in Abschnitten – eine Mini-Leserunde also. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht, mit ihr die Geschehnisse auszuwerten.

Bevor ich zu meiner Rezension komme, möchte ich Euch natürlich Mandys Rezension wärmstens ans Herz legen. Schaut unbedingt bei ihr vorbei und erfahrt, was sie über das Buch denkt!! Getreu dem Motto: Zwei Protagonisten – Zwei Meinungen zu dem Buch.

Sannah & Ham Cover + Infos
Bildquelle: http://www.carlsen.de/chicken-house/softcover/sannah-ham/50987#Presse

Inhalt

Hannah ist 18 Jahre alt und hat gerade ihre letzte Prüfung für die A-Levels geschrieben. Auch wenn die Prüfung ihrer Meinung nach nicht ganz so gut verlaufen ist wie erwartet, steht ihr und ihren Freundinnen Stella, Grace und Tilly der Sommer ihres Lebens bevor. Doch Hannah plagt nur eine Sorge: Wann wird sie endlich ihre Jungfräulichkeit los?

Sam ist 17 Jahre alt und hat gerade ebenso seine letzte Prüfung für die A-Levels geschieben. Auf ihm lastet ein hoher Druck, denn seine Mutter erwartet, dass er an der Cambridge Universtät angenommen wird… und ausgerechnet Französisch hat er verhauen! Dazu kommt noch ein großes Problem: Er hatte noch nie Sex und Kumpel Robin zieht ihn damit auf.

Auf einer Party begegnen sich die beiden zum ersten Mal in ihren Leben und es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch leider macht ihnen das Schicksal das Leben schwer und so dauert es einen ganzen Sommer lang, bis die beiden endlich zu einander finden.

Meine Meinung

„Sannah & Ham“ erzählt die witzige, peinliche und zugleich romatische Liebesgeschichte zweier jungen Menschen, die sich noch mitten in der Findungsphase ihres Lebens befinden. Dabei greifen die Autoren die typischen Sorgen von Teenagern in Hinblick auf die erste große Liebe, das „erste Mal“ und die Freundschaft auf.

Der Einstieg ins Buch ist mir schnell und gut gelungen, denn der Leser landet mitten im Geschehen. Hannah hat sich nach den Prüfungen ein wenig gehen lassen, doch jetzt steht Stellas Party an und obendrein DAS Ereignis ihres Lebens bevor. In dieser Nacht soll es endlich passieren: Hannah entjungfert werden…

Es entwickelt sich im Laufe der Geschichte ein rasanter Spannungsbogen, der von vielen unterschiedlichen Ereignissen durchzogen ist. Insbesondere die ersten Kapitel empfand ich als herrlich witzig und erfrischend, denn es waren viele komische Situationen eingebaut und wirklich tolle Sprüche. Mein Liebling ist:

„Er sieht aus, wie das letzte Glied in der Evolutionskette.“

Hannah, Seite 102

Diese nehmen mit Voranschreiten der Geschehnisse jedoch ab. Es fließen nur noch ab und zu komischen Situationen ein, was ich persönlich sehr schade finde. Hinzu kommt, dass während der Geschichte doch ziemlich große Zufälle passieren, die im wahren Leben eher unwahrscheinlich wären – es wirkte dann teils gestellt.

Ich lernte Hannah als ein kluges, aber sehr unsicheres Mädchen kennen. Sie weiß sich und ihren Körper nicht richtig zu beurteilen. Es wirkt fast als habe sie Minderwertigkeitskomplexe, obwohl sie ein intelligentes und hübsches Mädchen ist. Einen nicht gerade kleinen Anteil trägt daran Freundin Stella bei, die quasi als Sexbombe gehandelt wird und  dadurch ihre Freundin im Schatten zurücklässt.
Hannah hat in manchen Dingen eine merkwürdige Einstellung. Ihre Gleichgültigkeit bezüglich ihrer Entjungerung kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ihr ist es im Endeffekt egal, von wem sie entjungfert wird, Hauptsache es passiert endlich.
Leider beweist sie auch keine große Stärke im Hinblick auf Stella, die sich nur zu gern in ihre Angelegenheiten einmischt und sie teils herzlos behandelt. Trotz allem konnte ich mich gut mit Hannah identifizieren, denn mich plagten im Teenie-Alter ähnliche Sorgen. Sie wirkt zu keiner Zeit emotional gestört, nervig oder langweilig. Viel mehr schafft sie es, sich aus den unterschiedlichsten Situationen zu retten. Und das Beste ist auf jeden Fall ihre Erkenntnis am Ende des Buches!

Sam gehört ebenfalls zu den unsicheren Kandidaten mit wenig Selbstbewusstsein. Trotz seiner doch positiven Wirkung auf Frauen, ist er dem Wahn verfallen, dass so gut wie keine Frau ihn attraktiv findet – ganz im Gegenteil zu seinen Kumpels Robin, Chris und Ben. Sam ist sehr intelligent. Ich habe von Anfang gespürt, dass in ihm Vernunft und geistige Reife schlummern, die er nur zu selten ans Tageslicht lässt. Er ist ein absoluter Sympathieträger, auch wenn er augenscheinlich nicht genug Willenskraft aufbringt, um aus seinen Fehlern zu lernen.

Generell entwickeln sich die Protagonisten Hannah und Sam nur wenig weiter. Keiner von beiden kann zeigen, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen kann. Über sich hinaus wächst keiner so wirklich. Sie begehen die gleichen Fehler wiederholt, obwohl sie wissen, dass es falsch ist. Leider interpretieren sie oft falsche Dinge in die Situationen, ohne diese zu hinterfragen. Das macht den beiden unnötig das Leben schwer, auch wenn ein Happy End bevorsteht.

Die Nebencharaktere bleiben im Vergleich zu den beiden recht farblos. Weder über Grace, Tilly, Robin, Chris noch Ben erfährt man mehr als ein paar Schnipsel ihres Lebens. Stella ist die einzige, der Farbe verliehen wird. Sie ist die sexy Freundin an Hannahs Seite, die nahezu alles bekommt, was sie möchte. Ihre Eltern lassen sie für lange Zeit allein in London zurück und das nutzt sie schamlos aus, in dem sie eine Party nach der anderen schmeißt. Sie mischt sich in alle Angelegenheiten ihrer Freundinnen ein, versucht immer die Zügel in der Hand zu behalten und ist dabei egoistisch und rücksichtslos. Läuft etwas nicht so wie sie möchte, wird sie teils manipulativ. Sie gehört nicht zu meinen Favoriten im Buch.

Besonders gut haben mir die Erzählperspektiven gefallen. Es wird im Wechsel aus Hannahs und Sams Sicht erzählt, so dass man immer im Bilde ist. Es ist wahnsinnig interessant, teils ein und die gleiche Situation aus zwei Perspektiven mitzuerleben. Das macht es extrem leicht, sich in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten hineinzudenken. Dazu wird in einem recht umgangssprachlichen Stil geschrieben.

Fazit

„Sannah & Ham“ erzählt auf humorvolle Weise eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mit vielen Missverständnissen zwischen den Protagnisten. Trotz aller Hindernisse schaffen es die beiden, zueinader zu finden und zu einer wesentlichen Erkenntis im Leben zu gelangen! Dabei verpacken die Autoren auf leichte Art und Weise die typischen Probleme von Teenagern.

Leider gibt es einige Kritikpunkte, die ich zusammengefasst anführen möchte: Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum man mit 18 Jahren so darauf fixiert ist, endlich seine Jungfräulichkeit zu verlieren. Diese Sorgen haben meiner Meinung nach eher 15 jährige Teenies.
Die Protagonisten entwickeln sich im Laufe der Handlung nur wenig bis gar nicht weiter, obwohl hierfür großes Potenzial besteht.
Einige Zufälle in der Geschichte wirken gestellt und machen die Handlung dadurch insgesamt weniger authentisch.

Auch wenn mich die Geschichte nicht ganz von sich überzeugen kann, ist das Buch definitiv die richtige Lektüre für alle Teenies ab 14 Jahren. Ein schöner Schmöcker für den Strand oder schöne Stunden im Park bei Sonne.

Lilie1Lilie1Lilie1

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht

2 Kommentare

  1. Huhu 🙂
    Mit Sannah und Ham ging es mir genau wie dir! Ich kam wirklich gut rein, doch dann wurde es plötzlich langweilig… Und das ganze Buch ging es doch wirklich nur darum wer seine Jungfräulichkeit als erstes verlieren würde. Das Buch hat für mich ein bisschen die falsche Botschaft vermittelt, was ich total schade fand, da der Schreibstil super war!
    Tolle und treffende Rezi wie ich finde 🙂

    1. Hey Alex 😀

      Toll, dass du auch meine Meinung teilst. Die Rezensionen zu dem Buch waren doch meist recht gut, was ich so gar nicht verstehen konnte. Es ist zwar an und für sich ein nettes Buch für Zwischendurch, aber (wie du schon sagst) die Botschaft wird falsch übermittelt. Insgesamt dennoch gerade für Teenies was schönes zum Schmökern :).

      Liebste Grüße,
      Diana

Schreibe einen Kommentar