Rezension zu „Luca & Allegra – Liebe keinen Montague“ von Stefanie Hasse

Vor ein paar Wochen hatte ich wieder auf Lovelybooks das Glück, an einer Leserunde teilnehmen zu dürfen. Dieses Mal handelte es sich um mein 1. Buch aus dem Impress Verlag, welcher zum Carlsen Verlag gehört.

In der Schule habe ich „Romeo & Julia“ von Shakespeare regelrecht verschlungen. Kein Wunder, dass ich um eine Adaption dieses Werkes nicht umher kam.

liebe-keinen-montague-luca--allegra-1
(c) Carlsen Verlag

Inhalt

Die junge, schöne Allegra verbringt ihren 1. gemeinsamen Urlaub allein mit ihrer besten Freundin in Italien am Gardasee. Wie auf magische Weise wird sie von diesem Ziel angezogen und landet schlussendlich mit Jen in einem Hotel, welches den Nachfahren der Capultes gehört. Nach und nach beginnen sich die Ereignisse in Italien zu überschlagen und dann hat Allegra auch noch seltsame Visionen…

Meine Meinung

Leider konnte mich Stefanie Hasse mit ihrer Adaption nicht ganz überzeugen, was vor allem daran lag, dass ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Insbesondere Allegra hatte für mich keine Identifizierungsmerkmale, wodurch mir ein Mitfühlen überwiegend verwehrt blieb.

Allegra ist gebürtige Italienerin und ein sehr hübsches Mädchen, das eigentlich unter den Oberflächlichkeiten ihrer Mitmenschen leidet. Dabei ist sie super intelligent und spricht fünf Fremdsprachen fließend. Dennoch nutzt sie ihre Schönheit bei jeder Gelegenheit aus. Allein diese Widersprüchlichkeit und ihre Kanten losen Eigenschaften machten mir Allegra von Beginn an eher unsympathisch und mindert in meinen Augen die Authentizität des Charakters. Dazu nimmt sie die Dinge, die ihr widerfahren viel zu schnell hin. Als wäre das alles kein Problem und ganz normal. Sie reagiert in vielen Situationen sehr gelassen und denkt nicht über Konsequenzen nach.

Sympathisch hingegen war mir Luca, der unnahbar und cool wirkt. Man kann den Kern hinter der Fassade erahnen, was ihn für mich so interessant gestaltete. Leider bleibt Luca trotzdem sehr blass und wirkt fast wie ein Nebencharakter. Ich hätte mir mehr Platz für ihn in der Geschichte gewünscht.

Insgesamt gefällt mir die Idee der Geschichte gut, da auch fantastische Elemente eingearbeitet sind. Leider kann man aus Spoilergründen nicht viel über die Handlung verraten, weil diese recht kurzweilig ist. Die Kapitel sind thematisch passend in Akte unterteilt und die Geschichte wird aus Allegras Perspektive geschildert.

Das Ende war ganz passend, wobei mir der Epilog dieses wieder etwas „vermiest“ hat. Man hätte es so wie es ist stehen lassen können.

Fazit

„Luca & Allegra – Liebe keinen Montague“ von Stefanie Hasse ist eine interessante Adaption von Shakespeares „Romeo & Julia“ und kann vor allem durch die geschickte Verwendung fantastischer Elemente hervorstechen. Leider haben die Charaktere für meinen Geschmack nur wenige Identifizierungsmerkmale, wodurch ein Mitfiebern nur bedingt möglich ist.

 

Lilie1Lilie1Lilie1

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

 

Meinungen anderer Blogs:

Mandys Bücherecke

Ka-Sas Buchfinder

Lenas Welt der Bücher

 

 

Schreibe einen Kommentar