Rezension zu „Hope – Fluchgebunden“ von Tine Armbruster

Halli hallo liebe Leserinnen und Leser,

es ist an der Zeit den Stapel mit ungeschriebenen Rezensionen zu entstauben und endlich diesen Punkt von der To-Do Liste zu streichen. Diese wirklich schon längst fällige Rezension zu „Hope – Fluchgebunden“ von Tine Armbruster bildet den Anfang.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Bookshouse Verlag erhalten und bedanke mich hierfür rechtherzlich. Auch bitte ich zu entschuldigen, dass es so lang gedauert hat.

Hope Cover + InfosBildquelle: www.bookshouse.de / Urheberrecht am Cover liegt beim Bookshouse Verlag!

Inhalt

Ein jahrhundertalter Fluch auf dem Meereskönigshaus von Ocean Mayrin, eine junge Meerjungfrau, ein Menschenjunge, die große Liebe und eine Jagd, die das Leben aller zu bestimmen scheint. All diese Dinge vereint der aktuelle Roman von Tine Armbruster. „Hope –Fluchgebunden“ erzählt die Geschichte der gleichnamigen Meerjungfrau. Hope ist die Prinzessin des Könighauses und begeistert sich regelmäßig für die Menschenwelt. Wenn es ihr beliebt kann sie zu einem Menschen werden und die Tiefen des Ozeans verlassen. Eines Tages verliebt sich Hope in den Menschenjungen Gabriel und damit nimmt der einst auf das Königshaus Ocean Mayrin ausgesprochene Fluch seinen Lauf. Gabriel ist auserkoren Hope als ihr Jäger zu töten – davon gibt es kein Entrinnen. Oder doch?

Meine Meinung

Der Roman erinnerte mich (als bekennender Fan von Märchen und Disney!) sofort an die Geschichte der kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen. Doch es ist keineswegs ein „billiger Abklatsch“, ganz im Gegenteil. Tine Armbruster verleiht mit ihrer Idee dem Volksmärchen neuen Schwung, in dem sie die Liebesgeschichte modern in einen zunächst schier unlösbaren Konflikt verpackt, der den Tod für das junge Mädchen bedeutet.

Bereits vor Jahrhunderten belegte die Meereshexe Dirdra das Königshaus mit einem Fluch: Der nächste weibliche Nachkomme des Königshauses soll durch die Hand des eigens hierfür auserkorenen Jägers umkommen. Jahrelang wurde kein männlicher Nachkomme geboren, bis eines Tages Hope das Licht der Meereswelt erblickt.

Hope nimmt ihre Pflichten im Königshaus nicht sehr ernst und zeigt hierfür wenig Interesse. Ihre wahre Leidenschaft gebührt der Menschenwelt. Gut versteckt im Meer beobachtet sie regelmäßig den Strand und dessen Treiben, das sie immer wieder aufs Neue fasziniert. Diese kindliche Neugier ließ mein Leserherz schmunzeln und weckte stets Erinnerungen an die eigenen Entdeckungen im Leben. Aber Hope hat nicht nur kindliche, naive und teils sture Züge. Nein sie ist auch eine willensstarke Persönlichkeit, die versucht ihre Ziele zu erreichen und niemals aufgibt. Einzig und allein wie sie mit ihrer Bediensteten und Freundin Mia umspringt, hat mir nicht gefallen. Sie nutzt sie regelrecht aus und scheint (zumindest anfangs) Mias Taten nicht zu schätzen zu wissen. Das waren Momente in denen ich leicht an Hope zweifelte. Insgesamt hat Tine Armbruster jedoch eine recht ausgewogene Mischung geschaffen, die mir Hope zu einer sympathischen Protagonistin hat werden lassen. Zwar sind nicht all ihre Handlungen nachvollziehbar, aber in Anbetracht der ersten großen Liebe ist das doch einfach zu verzeihen!

Gleichermaßen gut hat mir Gabriel gefallen. Er ist von Hope Wesen sehr fasziniert und auch wenn er merkt, dass sie irgendetwas vor ihm verheimlicht, steht er ihr zur Seite und nimmt sie an die Hand. Doch die Nähe zu Hope lässt ihn nicht nur gefühlsmäßig nicht kalt. Immer wieder drängt sich eine Stimme in seinen Kopf, die ihm Befehle erteilt und ihn sogar fast komplett zu kontrollieren scheint. Er muss während der gesamten Handlung teils stark leiden und dennoch findet er immer wieder einen Strohhalm an den er sich klammern kann. Er gibt niemals auf. Gabe war mir von Anfang bis Ende durch und durch sympathisch. Ich habe ihn in mein Herz geschlossen – er gehört definitiv zu meinen allerliebsten Protagonisten überhaupt!

Auch die Nebencharaktere bleiben nicht farblos. Mia stellt sich als loyale und tapfere Freundin heraus, die nur das Beste für Hope möchte. Gabby, Gabriels Cousine, ist eine quirlige und angenehme Zeitgenossin, die mir jedes Mal ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Hopes Tante Sidney hingegen gehört zu den zwiespältigen Charakteren. Einerseits ist sie die besorgte Tante und andererseits legt sie harte Ansichten an den Tag, die weniger verständlich sind.

Die Geschichte ist in sich schlüssig, bietet vorhersehbare Momente aber auch unerwartete Wendepunkte.

Last but not least möchte ich Tines Liebe zum Detail hervorheben. Der Schreibstil ist wie von ihr gewohnt jugendlich leicht. Besonders sticht heraus, dass sie alltägliche Redewendungen passend in die Geschichte eingebunden hat – zum Beispiel „Zum Poseidon“. Das rundete die Geschichte definitiv ab!

Fazit

„Hope – Fluchgebunden“ von Tine Armbruster entführt den Leser in eine märchenhafte Welt und bietet wunderschöne Lesestunden zum Abschalten, Träumen und um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Mit viel Liebe zum Detail gestaltete sie den Roman zu einem amüsanten, mitfühlenden und aufregenden Leseabenteuer. Ich erwartete eine junge, frische Liebesgeschichte, die mir für ein paar Stunden den Märchenzauber bescherte. Das habe ich bekommen und somit erhält Hope von mir die höchstmögliche Bewertung

einzelne Lilieeinzelne Lilieeinzelne Lilieeinzelne Lilieeinzelne Lilie

Das wars von mir!

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht

2 Kommentare

  1. Klingt nach einem wirklich guten Buch! Danke für die tolle Rezension 😉

    1. Hey Becky 😀

      Dankeschön fürs Kompliment! Ich fand das Buch richtig toll. Am besten noch lesen, wenn man in Urlaubsstimmung ist 🙂

      Liebe Grüße,
      Diana

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