Rezension zu „Feuerrot“ von Nina Blazon

Heute gibt es endlich wieder eine Rezension auf meinem Blog. Eine kurze Meinung zu Nina Blazons historischen Jugendroman „Feuerrot“. Das Buch durfte ich vor einiger Zeit im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen.

feuerrot

(c) Ravensburger Buchverlag

Meine Meinung

Nina Blazon entführt den Leser mit „Feuerrot“ in die dunkle Epoche der Hexenverfolgung im 15. Jahrhundert. Die Grundlage für den Roman bildet die Hexenverfolgung- und Verbrennung in Ravensburg. Auf spannende Art und Weise erzählt die Autorin die Geschichte der jungen Magd Magdalene Weißhaar, die im Haus der reichen Kaufmannsfamilie Humpis arbeitet. Gleichzeitig erhält man einen Einblick in das Leben der Patrizier – speziell von Elisabeth und Beno Humpis – da sich Nina Blazon dem Werkzeug des auktorialen Erzählers bedient.

Schnell habe ich die temperamentvolle Madda und den gerechtigkeitsliebenden Beno ins Herz geschlossen. Beide Figuren strahlen ihren ganz eigenen Charme aus, dem man vollkommen erlegen ist.

Mit dem Einzug des Mönchs Heinrich Kramer ändert sich das Leben der Bewohner von Ravensburg schlagartig von einen auf den anderen Tag. Er warnt in einem Gottesdienst vor den Hexen, vom Teufel besessene Frauen die Männer verführen, und ruft zur Anzeige aller verdächtigen Personen in der Stadt auf.

Jeder der sich bereits ein wenig mit der Geschichte des 15. Jahrhunderts beschäftigt hat, weiß, dass die Menschen damals sehr aber- und leichtgläubig waren. Dadurch wurde eine gewisse Panik geschürt und jede falsche Handlung konnte für die Frauen der damaligen Zeit böse enden.

Genau diese Atmosphäre und Geschehnisse werden mit dem Roman vermittelt. Man fühlt sich wie in eine andere Zeit katapultiert und kann sich in die Betroffenen hineinversetzen. Nina Blazon hat es geschafft, genau die richtige Mischung aus detaillierter Berichterstattung und jugendgerechter Darstellung aufs Papier zu bringen. Darüber hinaus schafft sie es, zarte Gefühle in die Geschichte einzubinden, so dass immer ein Hoffnungsschimmer über dem Geschehen schwebt.

Auffallend gut empfand ich die Recherche, die dem Roman zugrunde liegt. Man merkt bereits beim Lesen, dass sich Nina Blazon intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat.

Den einzigen Kritikpunkt den ich anführen kann, ist die Tatsache, dass die Geschichte die erste Hälfte über doch mehr vor sich hin plätschert. Zwar werden die Geschehnisse stets interessant beschrieben, aber richtig spannend wird es erst recht spät. Dadurch kommt das Ende für meinen Geschmack etwas zu kurz.

Fazit

„Feuerrot“ von Nina Blazon ist ein lesenswerter Roman über die Hexenverfolgung in Ravensburg im 15. Jahrhundert. Die Geschichte überzeugt neben facettenreichen Charakteren mit einer soliden geschichtlichen Recherche und einem angenehmen Schreibstil.

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Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

 

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