Rezension zu „Die Tribute von Panem. Flammender Zorn“ von Suzanne Collins

Hallo liebe Leser,

heute veröffentliche ich endlich eine läääängst überfällige Rezension. Alles hat bekanntermaßen ein Ende, so auch die Panem-Trilogie. Ein letztes Mal kann ich Euch über Suzanne Collins Bestseller berichten. Mit „Flammender Zorn“ endet die spannende Geschichte von Katniss & Co. und ich bin schon ein wenig traurig, dass es nicht mehr weiter geht. Frau Collins hat auch mit dem dritten Band voll ins Schwarze getroffen und bescherte mir damit großartige Lesestunden voller Aufregung, Neugierde und Freude.

Wie die Vorgänger ist „Flammender Zorn“ im Oetinger Verlag erschienen.

Auch an dieser Stelle spreche ich wieder meinen >>>>>SPOILERALARM<<<<< aus, da es sich nicht vermeiden lässt, das Ende vom 2. Band preiszugeben.

Vorab die wichtigsten Fakten zum Buch:
Art: Gebunden (HC) – auch erhältlich als Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Januar 2011
Seitenanzahl: 432
Preis: 18,95 Euro
ISBN: 978-3-7891-3220-9

Cover

wpid-20140225_190148.jpgHier verweise ich wieder auf die Covereinschätzung der Rezension zu Band 1 :-).

Inhalt
Nach dem Katniss und die anderen ehemaligen Sieger erneut als Tribute in die 75. Hungerspiele (Jubeljubiläum) einzogen, schmiedeten sie einen Plan. Katniss gelang es, einen Pfeil in das Loch im Kraftfeld der Arena zu schießen. Ein Hovercraft aus Distrikt 13 sammelte sie ein und beförderte sie geradewegs in den Tod geglaubten Distrikt. Dort angekommen erfährt sie zunächst, dass ihre Heimat Dirstrik 12 komplett zerstört worden ist. Und dann ist ausgerechnet Peeta ihre größte Sorge, denn er befindet sich in den Fängen des Kapitols und soll gegen Katniss eingesetzt werden. Aber auch die Rebellen scheinen nicht hundertprozentig vertrauenswürdig zu sein und wollen Katniss‘ Position als Spotttölpel zu ihren Vorteilen nutzen. Gale und die Rebellen setzen alles daran, das Kapitol zu stürzen. Schließlich begeben sie sich auf den Weg in die Hauptstadt, so dass das große Finale nicht mehr weit ist.

Meine Meinung
Mit „Flammender Zorn“ schafft Suzanne Collins ein tosendes Finale des Kapitols und den 13 Distrikten.

Erneut überzeugt sie mit einer äußerst spannenden Handlung, unerwarteten Wendungen und herzzerreißenden Momenten. Der sehr gut ausgearbeitete Spannungsbogen nimmt den Leser mit in das Geschehen hinein und lässt ihn hautnah Katniss‘ Kampf gegen das Kapitol erleben. Neues und größtes Problemfeld ist Peetas Gefangenschaft im Kapitol. Die anfangs aufkommende Hoffnung wird schnell im Keim erstickt, so dass man sich Seite um Seite fragt, wie wohl der Widerstand ausgehen wird.  Der Fokus der Geschichte liegt nunmehr auch nicht auf Katniss allein, sondern auf ganz Panem. Das Schicksal des gesamten Volkes liegt in der Auseinandersetzung zwischen dem Kapitol und den Rebellen. Zittern bis zur letzten Seite ist garantiert! Mit dem Ende überrascht Frau Collins definitiv jeden Leser und lässt ihn sichtlich zufrieden das Buch zuklappen.

Auch im dritten Teil sind mir die Protagonisten noch einmal richtig ans Herz gewachsen! Ein letztes Mal durchlaufen die Charaktere teils weitreichende Veränderungen. Die uns bekannte kämpferische Katniss gibt im letzten Band streckenweise ihren Kampfgeist auf und lässt sich wie eine Schachfigur von den Rebellen über das Schachbrett führen. Peetas Gefangenschaft macht ihr sehr zu schaffen und es scheitn, als gelingt es ihnen, ihren Willen zu brechen.

Auch Peeta macht eine Veränderung durch. Irgendwie schafft es das Kapitol ihn als Marionette zu benutzen und so lernen wir ihn von einer ganz anderen Seite kennen. Seine Gefühle für Katniss sind wie ausgeblendet. Er wirkt plötzlich brutal, kaltblütig und emotionslos. Ob er sich aus den Fängen seines „neuen Ichs“ befreien kann?

Nicht zuletzt Gale präsentiert ebenfalls eine neue Seite. Er war stets derjenige, der Katniss Halt gegeben hat, doch mittlerweile keimt eine stärkere Emotion in ihm auf – Rache. Und um diese zu erreichen zieht er sehr Vieles in Betracht… Er war die ganze Zeit über für mich nie ein richtiger Sympathieträger gewesen, sondern war schwer einschätzbar. Spätestens jetzt weiß ich warum!

So viel mehr möchte ich zu den Charakteren gar nicht sagen. Aber zum Schluss möchte ich dennoch einen Sympathieträger erwähnen: Finnick Odair. Er hat für Katniss mehr gegeben als viele andere und dies rechne ich ihm hoch an. Finnick ist einer der stillen Helden dieser Geschichte und ich habe ihn in mein Herz geschlossen!

Bezüglich des Schreibstils sind keine negativen Veränderungen erkennbar. Auch die Erzählperspektive verändert sich nicht.

Fazit
Mit „Die Tribute von Panem. Flammender Zorn“ hätte die Trilogie von Suzanne Collins nicht besser enden können. Der letzte Teil verspricht nochmals Spannung und Nervenkitzel bis zum letzten Wort. Der Leser muss sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle einstellen, bei der jede aufkeimende Hoffnung durch unerwartete Wendungen einen neuen Beigeschmack bekommt. Ich fiebere nun dem Kinostart des dritten Teils entgegen und lege Euch wärmstens an Herz, die Tribute von Panem zu lesen – ob zum 1. oder 100. Mal ;-).

 Lilie1Lilie1Lilie1Lilie1Lilie1

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht

 

Die Urheberrecht vom Buchcover liegen beim Oetinger Verlag und bleiben unberührt.

5 Kommentare

  1. So unterschiedlich können die Meinungen sein. Es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass ich die Tribute von Panem las, kann mich aber daran erinnern, dass mir dieser Band am wenigsten gefiel. Heute weiß ich nicht einmal, warum das so ist. Das liegt aber vielleicht daran, dass ich mich bis zu deiner Rezension nicht mehr an den Inhalt des dritten Bandes erinnern konnte und selbst jetzt noch Probleme damit habe. Die anderen beiden Bände kann ich hingegen einwandfrei nacherzählen. 🙂

    Ich freu mich allerdings, dass dir dieser Band so gut gefallen hat!

    Liebe Grüße
    Katha ♡

    1. Das ist wirklich eine interessante Meinung und man staunt immer wieder wie unterschiedlich die Geschmäcker tatsächlich sind. Das Lesen von diesem Band liegt auch bei mir schon ein wenig zurück, aber ich war ziemlich begeistert, wie man oben lesen kann. 😀

      Vielleicht kannst du dich an den Inhalt dieses Bands deshalb nicht mehr so gut erinnern, weil der Fokus anders gesetzt war? Die ersten beiden Bände thematisierten doch sehr stark die Hungerspiele an sich. Die waren in diesem Band nicht mehr wirklich stark vertreten, sondern viel mehr das politische System und der Aufstand der Disktrike. Die zusätzlichen Schauplätze haben sich dann anscheinend nicht in deinem Gedächtnis gefestigt.

      Aber falls die dir den Film bzw. die Filme zum dritten Teil ansehen solltest, kommt die Erinnerung bestimmt wieder :-).

      Liebste Grüße,
      Diana

  2. Zum Beitrag: Dein Schreibstil ist stellenweise sehr locker und das shee ich als deine Stärke – das kann ausgebaut werden“ Ein Beispiel: „Mit dem Ende überrascht Frau Collins definitiv jeden Leser und lässt ihn sichtlich zufrieden das Buch zuklappen.“ An anderen Stellen wirst du ein bisschen steif, was schade ist z.B. „So viel mehr möchte ich zu den Charakteren gar nicht sagen. Aber zum Schluss möchte ich dennoch einen Sympathieträger erwähnen:“ – du machst es, also machst du es. Du musst nixh wollen, du tust es einfach xD

    Zum Blog: Die Idee mit dem Song finde ich klasse, so entdeckt man neben bei neues. Das Schwarz als HG hat aber Nachteile. An den Kontrast habe ich mich gewöhnt, aber die Formatierungen wirken nicht so auffällig. Du arbeitest im Beitrg oft mit Fettschrift. Das fällt normalerweise auf. WEiße Schrift auf schwarzem Untergrund ‚leuchtet‘ aber sowieso und wirkt dadurch breiter. Ich weiß nich, wie man das lösen kann…

    Übrigens hat mich irritiert, dass die letzten Beiträge nur Blogaktionen waren. Mich hat das abgeschreckt, weil ich dachte, dass das besondere Aktionen sind, zu denen ich keine Bezug habe. Bei ner Blogtour muss ich z.B. die restlichen Beiträge lesen. Es wäre günstiger, zwischendurch etwas Unverfängliches zu posten, das man auch mal flott lesen kann 🙂

    1. Hallo Evy,

      danke für deine ausführliche Einschätzung – sowohl zur Rezension als auch zum Blog an und für sich. An meinen Rezensionen arbeite ich nach wie vor und versuche sie auch besser zu gestalten. Die Aufteilung habe ich mittlerweile beispielsweise zusammengefasst um das Ganze flüssiger zu gestalten.

      Das Blogdesign ist mit Sicherheit Geschmackssache. Mir ist bewusst, dass die Kombination mit dem dunkelgrauen Hintergrund gewöhnungsbedürftig für das Auge ist. Leider hab ich bis Date weder Lust noch die Zeit gehabt, um in den Quellcodes nach der richtigen Einstellung für den Hintergrund zu suchen. Ich hatte schon länger vor, ihn eventuell 1-2 Farbtöne heller zu gestalten. Kommt Zeit kommt Rat.

      Was die Beiträge angeht: Ich schaffe es auch beruflichen und privaten Gründen nicht, so viel zu veröffentlichen und auch das Lesen kommt immer zu kurz bei mir. Daher ist die Artikelvielfalt entsprechend eingeschränkt. Die Aktion ist das aktuellste auf dem Blog und momentan (fast) das einzige, worum ich mich ausreichend kümmern kann 🙂

      Liebe Grüße,
      Diana

    2. Evy sagt:

      Danke für die Antwort! Ich hab mir einfach das Buch rausgesucht, was mich interessiert 🙂

Schreibe einen Kommentar