Rezension zu „Cocoon – Die Lichtfängerin“ von Gennifer Albin

Einen wunderschönen guten Tag liebe Leser,

heute gibt es wieder eine Rezension von mir zu lesen. Durch meinen Urlaub mit meinem Freund komme ich momentan nicht zum regelmäßigen lesen, da ich ja niemanden vernachlässigen möchte und viel anstand die letzten Wochen. Heute schreibe ich jedoch endlich wieder eine Rezension zu einem Buch, welches ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen habe. Über diesen Gewinn habe ich mich sehr gefreut, da lediglich 15 Bücher verlost wurden und die Bewerberzahl bei weit über 100 Stück lag. Da hat mir meine liebe gute Glücksfee gut zugespielt würde ich sagen!

Es geht um das Buch „Cocoon – Die Lichtfängerin“ von Gennifer Albin. Cocoon ist im INK-Verlag (EGMONT Verlagsgesellschaften) erschienen. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil einer Dystopie-Trilogie! So schaut das gute Stück aus:

Das Programm des INK-Verlags finde ich wirklich sehr ansprechend, da die Jugendbuchabteilung sehr gut ausgefüllt und für jeden Geschmack etwas zu finden ist. Aus diesem Verlag habe ich momentan noch das Buch Kyria & Reb auf dem SuB liegen, auf welches ich mich schon sehr freue! Und Ashes steht auf der Wunschliste 🙂

Nun aber zu den Fakten!

Vorab die wichtigsten Fakten zum Buch:
Art: Gebundene Ausgabe / Hardcover
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2012
Seitenanzahl: 356
Preis: 17,99 Euro
ISBN: 978-3863960285

Cover
Das Cover von Cocoon finde ich wirklich sehr ansprechend. Die helle Gestaltung sticht aus meinen restlichen Büchern im Regal ziemlich hervor. Die meisten sind eher dunkel. Es wäre mir von daher sicherlich im Laden aufgefallen. Zu sehen ist ein blondes Mädchen, das von Lichtfäden umgeben ist. Diese Lichtfäden beziehen sich auf das Weben, welches im Buch vorkommt. Allerdings ist das abgebildete Mädchen nicht die Hauptprotagonistin Adelice. Diese hat nämlich rote Haare. Das finde ich schon ein bisschen schade, denn ein Cover sollte schon ein bisschen mehr Bindung zum Buch haben. Dennoch ist es sehr schön :-).

Inhalt
Cocoon erzählt die Geschichte der 16-jährigen Adelice Lewys, welche eine besondere Gabe besitzt. Sie ist in der Lage das Webmuster des Lebens zu sehen. Adelice lebt gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer 10-jährigen Schwester Amie in der Welt Arras. Diese ist in verschiedene Sektoren eingeteilt. Es ist eine Welt der vollkommenen Kontrolle, die auf Webjungfern angewiesen ist. Webjungfern werden im Rahmen einer Prüfung auserkoren und dienen anschließend dem Konvent. Viele versprechen sich davon ein Leben in Luxus, aber der Schein trügt. Adelice‘ Eltern scheinen das zu wissen, denn sie trainierten Adelice seit ihrer Kindheit an, sich tollpatschig bei der besagten Prüfung anzustellen.

Es kommt natürlich wie es kommen musste und Adelice fällt NICHT durch die Prüfung. Somit wird sie in der Nacht in den Konvent gebracht, wo sie fortan leben soll. Im Laufe der Geschichte findet Adelice immer mehr heraus und versucht zu fliehen. Ob ihr das gelingen kann? Das erfahrt ihr wohl nur, wenn ihr zum Buch greift!

Meine Meinung
Der Klappentext dieses Buches klang für mich sehr vielversprechend, deshalb hatte ich doch die Erwartung, dass mich das Buch vom Hocker hauen könnte. Ganz dem war es dann leider nicht.

Die Handlung des Buches fand ich ganz gut. Die Geschichte um das Weben und die Welt Arras war sehr interessant. Allerdings hatte ich Probleme mir dieses Weben richtig vorzustellen. Auch über die Welt Arras wurde man erst nach und nach informiert, so dass man eigentlich die ganze Zeit mitdenken musste um die Puzzleteile zusammenzufügen. Das fand ich nicht so toll. Ich habe wirklich sehr lange gebraucht um mich im Buch zurechtzufinden (mehr als die Hälfte!). In der ersten Hälfte des Buches hatte ich auch irgendwie das Gefühl, dass es nicht richtig vorangeht. Es passiert zwar an und für sich einiges, aber dennoch war es nicht wirklich spannend. Gegen Ende hin haben sich dann die Ereignisse fast überschlagen und es ging sehr flott voran. Eigentlich mag ich es, wenn die Handlung rasch vorangeht. Allerdings war der Anfang eher schleppender und plötzlich rollt eine Lawine los. Hier fehlte mir einfach das Gleichgewich bzw. ein flüssiger Übergang in der Handlung.

Kommen wir zu den Protagonisten. Mit Adelice konnte ich mich recht gut anfreunden. Sie ist eine entschlossene Persönlichkeit, die ihre Ziele verfolgt. Sie lässt sich nicht so schnell abschrecken und sagt immer frei heraus, was sie denkt. Teilweise wirkte sie jedoch ein bisschen zu tough und erwachsen. Sie ist gerade einmal 16 Jahre alt und muss so einiges mitmachen im Buch. Mir fehlt an einigen Stellen ihre Trauer über Tiefschläge. An anderer Stelle hätte ich mir mehr Gedanken über ihre Gefühlswelt gewünscht. Insbesondere als es um die Männerwelt ging, haben mir die Gedankengänge und auch ein bisschen die jugendliche Naivität gefehlt.

Josten hat mir als zweiter Protagonist sehr gut gefallen. Er ist der Chefbutler im Konvent und für viele unterschiedliche Tätigkeiten zuständig. Ich mag seine offene und ehrliche Art. Ebenso hat mir seine fürsorgliche Seite gefallen. Er ist mir von allen Protagonisten der Liebste 🙂

Dann hätten wir noch Erik. Er ist der gutaussehende junge Mann im Konvent, auf den alle Mädels fliegen. Für mich war er nicht so ganz durchschaubar. Man konnte eigentlich bis zum Schluss nicht so ganz erkennen, auf welcher Seite er steht. Dennoch hat er Adelice immer geholfen – für mich das einzig Positive an ihm ^^.

Zu den übrigen Charakteren kann ich nicht so viel sagen. Es gibt noch Cormac, ein ziemlich hohes Tier im Konvent. Den finde ich eher abstoßend. Maela kann ich ebenso nicht leiden. Sie ist für die Ausbildung der Webjungfern zuständig. Sie lässt sich von Gefühlen der Eifersucht und des Neids treiben und ist damit sehr unsympathisch. Enora ist die Mentorin von Adelice gewesen und diese mag ich sehr. Sie denkt wie Adelice kritisch über den Konvent und hilft ihr wo es nur geht.

Noch ein paar Worte zum Schreibstil. Den Schreibstil der Autorin fand ich am Beginn ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich hatte mich, warum auch immer, etwas schwer mit getan. Nach und nach hatte ich mich aber daran gewöhnt. Der Schreibfluss war dann gut zu lesen.

Die Geschichte wurde aus Adelice‘ Perspektive erzählt. So wusste man also nie mehr als sie. Ich denke jedoch, dass in diesem Buch vielleicht auch ein Blickwinkel aus einer anderen Perspektive gepasst hätte – zusätzlich zu der von Adelice. Das hätte vielleicht den Spannungsbogen noch ein wenig vergrößert.

Fazit
Letztendlich kann ich „Cocoon – Die Lichtfängerin“ nur als durchschnittlich bewerten. Richtig Spannung baut sich erst gegen Ende des Buches auf. Die Charaktere sind zwar gut und liebevoll dargestellt, aber bei Adelice fehlte mir einfach ein bisschen von dem typischen Jugendlichen, der das erste Mal verliebt ist und seinen ersten Kuss bekommt. Dafür war es aber nicht kitschig oder so ^^. Hinzu kommt, dass ich Probleme hatte, mir die Welt und das Weben vorzustellen. An dieser Stelle wäre es wohl besser gewesen, wenn die Autorin die Welt zu Beginn doch bedeutender gewichtet hätte. Eine Geschichte mit viel Potential, die jedoch mit durchschnittlicher Qualität abgehandelt wurde!

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Liebste Grüße,
Eure Lilienlicht

 

Hinweis: Die Urheberrechte am Cover bleiben unberührt. Copyright liegt beim Verlag!

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