[Off Topic] Hochzeitsgeflüster #1 – Wie alles begann…

Hochzeitsgeplauder Logo

Es ist schon wieder ein paar Tage her, als ich meine treue Gefolgschaft auf Facebook befragte, ob sie Lust hätten, auch ab und an mal ein Off-Topic-Beitrag auf dem Blog zu lesen. Wie man unschwer erkennen kann, ist Interesse vorhanden und so möchte ich heute in meine Off-Topic Runde einsteigen.

Als erstes Thema habe ich mir den schönsten Tag meines Lebens ausgesucht – meine Hochzeit am 15.05.2015. Ich möchte dazu gern mehrere Beiträge schreiben. Wie viele es letztendlich werden, kann ich nicht sagen. Das hängt sicherlich ebenso ein wenig von Eurem Interesse ab. Es soll so ein bisschen in Richtung Ratgeber anhand unserer Planung gehen. Also wenn ihr irgendwelche Fragen (oder Wünsche?) habt, lasst es mich unbedingt wissen!

Das Schicksal geht manchmal seltsame Wege – wie die Liebe

Angefangen hat alles vor 4 Jahren als mein Mann und ich uns im Internet (wer hätte es gedacht!) kennengelernt haben. Letztes Jahr im Oktober fiel dann die Entscheidung, dass am 15.05.2015 geheiratet wird, das war ganz genau der 10.10.2014 – zufällig der Hochzeitstag meiner Eltern. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass mir mein Mann schon 2013 einen Antrag gemacht hat, der dann wegen einer zwischenzeitliche Trennung nicht mehr „aktuell“ war. Da es das Schicksal glücklicherweise gut mit uns meinte, hatte ich die Chance ihm einen Antrag zu machen – bei uns ist eben jeder mal dran 😀

Ich habe ein paar Wochen im Vorfeld eine grobe Planung über die Kosten der Hochzeitsfeier entworfen und verschiedene Locations, Restaurants und Cateringfirmen zu den Preisen befragt. Als dann feststand, dass die Kostenhürde mit einem für eine Hochzeit verhältnismäßig kleinem Budget von etwa 5000,00 € zu meistern ist, setzte ich meinen Plan in die Tat um. Ich marschierte zu unserer Standesbeamtin und reservierte den Hochzeitstermin für den 15.05.2015. Nachdem ich meinen Mann erfolgreich von meinem Vorhaben überzeugt habe, war es offiziell: am 15.05.2015 sollte geheiratet werden…

Lasst die Vorbereitungen beginnen!

Uns blieben für die gesamte Planung unserer Hochzeit also 7 Monate und 5 Tage Zeit – für manche Paare undenkbar, für uns viiiieeeeel Zeit. Wir schieben nämlich gern mal Dinge auf. Ich habe die „kurze“ Planungsphase jedoch als sehr angenehm empfunden und kann mir gar nicht vorstellen 1 Jahr und eher vor der Hochzeit mit der Planung zu beginnen.

Dadurch dass ich vor meinem Antrag schon viele Kostenangebote eingeholt habe, war dieser Punkt der To-Do-Liste schon gar nicht mehr so kompliziert. Dank der Tatsache, dass mein Mann und ich in wesentlichen Dingen den gleichen Geschmack teilen, war er mit meinem Vorschlag für das Hochzeitsbüffet einverstanden und auch an der Gästeliste hatte er kaum Änderungen vorzunehmen.

Womit wir bei der eigentlichen Frage sind: Wo fängt man an und wo hört man auf?

Das Wichtigste ist in meinen Augen, einen klaren Rahmen abzustecken: Jedes Paar sollte zunächst wissen, wie viel Geld für die Hochzeit ausgegeben werden kann und glaubt mir, selbst mit einem kleinen/kleineren Budget lässt sich eine traumhafte Hochzeit veranstalten. Wir haben uns immer gesagt: Wir heiraten für niemand anderen als für uns. Wir müssen niemanden beeindrucken und können auf „überflüssigen Schnickschnack“ verzichten und trotzdem unsere Wünsche und Vorstellungen umsetzen.

Nachdem der Rahmen festgelegt war, mussten wir die großen Kostenfaktoren näher definieren. Zu diesen zählen ja bekanntermaßen: Ringe, Kleidung, Essen und Getränke, Fotograf und DJ. Die Flitterwochen können ebenso ziemlich zu Buche schlagen (sofern man diese Kosten im Budget einplant). An diesem Punkt sollte man meiner Meinung nach festhalten, worauf man besonderen Wert legt, denn hier kann man ordentlich sparen – oder eben auch nicht.

Location und das leibliche Wohl

Um eine Location zu finden als auch das Essen planen zu können brauch man vor allem eines: Eine ungefähre Anzahl an Gästen. Um die Kosten gering zu halten, haben wir unsere engere Familie und sehr gute Freunde eingeladen. Auf entfernte Bekannte oder eine Schar aus Arbeitskollegen haben wir bewusst verzichtet, genauso auf einen Polterabend, da er für uns einfach keine große Bedeutung hat (und auch nicht gerade billig ist). Dazu haben wir die Trauung auf 12 Uhr mittags gelegt um uns die Kosten für das Mittagessen zu sparen. Zur Trauung selbst waren nur unsere Familie und die Trauzeugen mit Anhang geladen. Alle übrigen Gäste durften sich am späten Nachmittag, also nach dem Kaffeetrinken, einfinden.

Wo man vor allem sparen kann sind die Getränke. Dieser Punkt ist durch Laien einfach nicht kalkulierbar und wenn man ab und zu mal in deutschen Restaurants/ Bars unterwegs ist weiß man: Getränke kosten. Da zahlt man pro Glas, das man konsumiert, gleich mal den Flaschenpreis und mehr. Wir wollten zu hohen Getränkekosten aus dem Weg gehen, selbst so genannte Getränkeflatrates lohnen sich meines Erachtens maximal wenn man eine Gesellschaft hat, die viel trinkt.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, einen Raum (Gemeindesaal) günstig zu mieten, ein Buffet aufstellen zu lassen (die Kosten kommen im Großen und Ganzen mit dem Essen im Restaurant gleich bzw. sind etwas günstiger) und die Getränke auf Kommission vom Händler zu ordern. Und das hat super geklappt. Die Menge kalkulierte der Getränkehandel auf Basis seiner Erfahrung und uns ist definitiv keiner verdurstet – im Gegenteil, mehr als 50 % gingen wieder zurück. Dazu hielten wir die Auswahl an Alkohol eher gering: Bier, Wein, Sekt, Hugo. Keine Spirituosen (die hat auch keiner vermisst). Außerdem gab es keine teure Coc Cola und Co, sondern die leckeren Limonaden von Vitacola – eine Empfehlung unseres Getränkehändlers.

Dazu waren die Getränke zur Selbstbedienung. Es konnte also nach Lust und Laune getrunken werden, die Flaschen konnten nach Belieben mit an den Platz genommen werden und keine musste darauf warten, bis es etwas zum Trinken gab. Uns hat das so gefallen und ich glaube keiner der Gäste war böse darüber, etwas laufen zu müssen.

Ich habe mir übrigens die Getränkekosten mal aufgrund der Angaben von diversen Restaurants grob hochgerechnet. Wir hätten demnach etwa 25 -35 € pro Person rechnen müssen – bei uns waren es nicht mal 8 € 😀

Ich habe hier mal als kleinen Einblick unsere Speise- und Getränkekarte für Euch (die Karten hatte ich günstig bei Vistaprint drucken lassen, beidseitig und pro Tisch eine Karte):

    Hochzeit EssenHochzeit Trinken

Gut ihr Lieben, das war‘s mit meinem ersten Beitrag im Hochzeitsgeflüster. Ich hoffe Euch gefällt dieses Thema außer der Reihe und ihr seid schon gespannt auf den nächsten Teil!

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

12 Kommentare

  1. Mehr mehr mehr :-)))
    Wir wissen ja schon seit Juli letzten Jahres, dass wir im nächsten Jahr heiraten 😀
    Die Planung ist bislang sehr entspannt muss ich sagen 🙂

    1. Hihi 😀 Freut mich, dass es dir gefällt <3

      Ich muss auch sagen, dass die Planung anfangs wirklich entspannt war, aber so in den letzten Zügen ist das dann schon ganz schön anstregend. Den Stress vergisst nur ganz schnell sobald du den Anblick deines Mannes siehst, wenn er dich das erste Mal im Kleid sieht <3

  2. Hallo du,
    wir haben gerade letzte Woche geheiratet und hatten nur 4 Monate Vorbereitungszeit – hat auch gereicht 🙂
    Was das Budget angeht haben wir auch an vielen Ecken gespart, wir haben zum Beispiel selber Gold für die Ringe gehabt und dadurch nur die Arbeit des Goldschmiedes bezahlt. Außerdem können sich unsere Eltern beteiligen, das ist natürlich immer eine Erleichterung.

    In einer Hochzeitszeitschrift habe ich auch gelesen, dass man ganz viel abgeben soll, an Freundinnen, Freunde und Familie. Viele Aufgaben habe ich auch verteilt, das hat mir enorm den Stress genommen.
    Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte und hoffe natürlich auf Fotos 😉

    Liebe Grüße,
    Sandra

    1. Hallo liebe Sandra,

      dann gratuliere ich Euch natürlich noch rechtherzlich zur Hochzeit und hoffe, ihr hattet einen wundervollen Tag! Das mit dem Goldschmied ist natürlich sehr praktisch und sicherlich auch ein guter Tipp. Manchmal hat man ja noch Oma’s alten Schmuck herumliegen oder so!

      Und die Sache mit dem abgeben ist denke ich stark typabhängig und auch von dem Freundes/Familienkreis abhängig. Das einzige was wir abgeben konnten war das Vorbereiten von Spielen, also etwas Unterhaltungsprogramm. Ansonsten wollten wir die Vorbereitung nicht abgeben, sollte ja unser Tag werden. Dafür hatten wir viel Unterstützung von meinen Eltern bekommen, z.B. haben sie uns beim dekorieren geholfen und sich darum gekümmert, dass die Blumen am Hochzeitstag vom Florist abgeholt werden 🙂

      Weitere Berichte und Fotos werden natürlich noch kommen 😀

      Liebste Grüße,
      Diana

  3. Hallo liebe Diana,

    danke für diesen ersten Einblick in eure ganz persönliche Hochzeitsplanung. Wir, oder eher ich, haben unsere Hochzeit sogar in nur zwei Monaten geplant. Es war sozusagen eine Spontanhochzeit, die wir nie bereut haben. Jetzt sind wir schon 10 Jahre verheiratet. Ich finde es gut, dass ihr euer Budget so gut durchdacht habt, denn gerade bei einer Hochzeit kommen Dinge zwischendurch dazu, die man hinterfragen muss. Eure Lösung mit den Getränken finde ich super. Ich hatte da einen Bonus, weil ich in diesem Service ja tätig bin. In einer anderen Location als meiner Arbeitsstätte hätte ich auch sehr viel höhere Getränkekosten gehabt. Ich bin gespannt, was du uns noch alles zu lesen geben wirst.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

    1. Hallo meine liebe Karin,

      2 Monate ist wirklich sportlich für eine Hochzeitsplanung. Umso besser wenn alles geklappt hat und ihr glücklich ward! 10 Jahre schon verheiratet und immer noch glücklich, richtig? 😀 Das ist ein tolles Vorbild, da wollen wir auch noch hin!

      Dass wir unser Budget so durchdacht haben, lag natürlich daran, dass es eben so begrenzt war. Du hast recht, dass zwischendurch oft Dinge kommen, die man hinterfragen muss. Gerade das sollte man tun, wenn man wie wir mal ein paar Hochzeitsmessen angeschaut hat wo einem ne Menge unnötige Dinge verkauft werden sollen!

      Liebste Grüße,
      Diana

  4. Hey Diana,

    ich kann es nur bestätigen: Auch mit kleinem Budget war die Hochzeit wunderschön!
    Die Getränkeregelung war für mich als Gast auch ganz angenehm, mich hat keiner genervt, ob ich noch etwas trinken möchte oder ich musste nicht ewig auf jemanden warten.

    Im nächsten Post solltest du unbedingt von euren Unterhaltungsaktivitäten und Spielchen schreiben!

    Viele Grüße,
    Janine

    1. Hey meine liebe Janine,

      es freut mich, dass es dir als Gast bei uns gefallen hat 😀 Ich denke auch, dass die Getränkelösung ideal für unseren Rahmen war und ich glaube es hatte auch keine derartige Ansprüche, den ganzen Tag bedient zu werden.

      Zum Unterhaltungsprogramm werde ich auf jeden Fall noch ein paar Worte verlieren, allerdings erst später, da ich zunächst die restliche Vorbereitung mit abhandeln möchte. Da wir die Spiele nicht selbst organisiert haben, kann ich dazu dann also nicht viel schreiben 🙂

      Liebste Grüße,
      Diana

  5. Hallöchen,
    du hast mich ja auf meinem Blog darauf Aufmerksam gemacht, dass du über deine Hochzeit schreibst und weil ich das immer sehr interessant finde, habe ich gleich mal vorbeigeschaut 🙂

    Erst mal: Herzlichen Glückwunsch! ♥
    Das ist wirklich ein großer Schritt und ich freue mich sehr für euch 🙂 die Vorbereitungen können ja wirklich nervenaufreibend sein. Die sind wohl das schlimmste an der ganzen Hochzeit 😀
    Eigentlich blöd, dass man sich so lange damit herumschlagen muss und das für einen einzigen Tag. Aber dieser eine Tag soll eben auch perfekt sein 🙂

    Liebste Grüße,
    Kate ♥

    1. Sandra S sagt:

      Hi Kate,
      wenn ich mich kurz einschalten darf – wir sind ja grad mittendrin in der Hochzeit und ich kann dir aus ganz ganz frischer Erfahrung sagen, dass es gar kein Problem ist, wenn du nicht alles an einem Tag machst.
      Die Vorbereitungszeit auf die Trauung ist ganz toll, ich höre von allen Paaren und es war auch bei uns so, dass man sich tierisch freut und total verliebt ist 😉
      Am Nachmittag unserer Trauung waren wir aber beide froh, dass wir nicht noch eine Feier hatten. Ich kann also nur empfehlen, die Trauung und die Feier nicht an einem Tag auszurichten – für eine längere Anreise von Gästen ist es natürlich eine andere Überlegung.
      Aber wir hatten am Trautag nur unsere Familie dabei, und für die Feier kommen die zwar auch nochmal, aber unsere Freunde müssen nur einmal anreisen. Und jetzt (nächste Woche ist die Feier) können wir uns ganz entspannt auf die Feier vorbereiten und drauf freuen, ohne den „Verheiratungskrams“ noch zu haben 😛
      Natürlich eignet sich ja z.B. sowas auch für die kirchliche Trauung, dass man es zeitversetzt macht.

      Bei mir sind alle überrascht, dass ich ja mein Kleid dann zweimal tragen kann. Bei dem Preis bin ich aber auch ganz froh, so lohnt es sich wenigstens!

      Liebe Grüße,
      Sandra

    2. Hey Sandra 😀

      Da mische ich mich auch nochmal ein. Das mit dem verliebt sein kann ich voll und ganz bestätigen, es ist eine schöne Zeit so kurz vor der Hochzeit und vor allem auch die erste Zeit danach. Aber der Stress bleibt bei der Planung nicht aus.

      Eure Variante für die Hochzeitsfeier ist sehr interessant, wäre für uns nur nicht in Frage gekommen. Erstens hat für uns eine Hochzeit schon gewissermaßen Tradition, sprich es sollte eben eher eine klassische Hochzeit mit ein paar Abwandlungen sein. Daher wäre eine Trennung von Trauung und Feier undenkbar. Und dazu kommt die Familie meines Mannes von weiter weg, genau wie ein paar Freunde von mir. Das hätten wir der Familie nicht zumuten können.

      Zum Glück ist alles immer Geschmackssache und für uns war unser Hochzeitstag perfekt so wie er war. Ihr hattet ja hoffentlich auch eine schöne Trauung und habt dann ganz viel Spaß auf Eurer Feier!

      Liebste Grüße,
      Diana

    3. Liebe Kate,

      vielen Dank fürs Vorbeischauen und die Glückwünsche! Ja, eine Hochzeit ist ein großer Schritt, wenn man sich aber mit seinem Partner sicher ist, ist es vor allem ein schöner Schritt in Richtung gemeinsame Zukunft und gleichzeitig eine gute Absicherung (vor allem in rechtlichen Fragen).
      Die Vorbereitungen können in der Tat ein paar Nerven kosten und etwas anstrengend sein, aber in erster Linie steigern sie die Vorfreude. Es macht nämlich auch viel Spaß so eine Hochzeit zu organisieren und dann mal die ganze Familie um sich zu haben. Und der ganze Stress, den man quasi für diesen Tag in Kauf nimmt, ist wie weggeblasen wenn man seinem Mann plötzlich am Hochzeitstag gegenüber steht 😀

      Liebste Grüße,
      Diana

Schreibe einen Kommentar