Mit Mina Teichert und Lilienlicht durch den Advent – 2. Advent

Ein herzliches Hallo liebe Freunde der Literatur 🙂

Kaum zu glauben, dass wir heute schon den 2. Advent schreiben oder? So langsam aber sicher kommt bei mir Weihnachtsstimmung auf, deshalb freue ich mich heute ganz besonders auf die 2. Runde:

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Den Artikel vom ersten Advent findet ihr hier.

Diese Woche möchten Euch Mina und ich ihren aktuellen Roman „Finnischer Schnee von gestern“ etwas näher bringen. Dazu könnt ihr heute ganz exklusiv einen Brief von Vivien Hübsch, der Protagonistin der Geschichte, lesen. Seid gespannt was sie aus ihrem Leben zu berichten hat:

Ich möchte Euch heute die Geschichte einer meiner größten Tragödien erzählen, die gleichzeitig auch ein großes Abenteuer war und mir viel über das Leben beibrachte.

Viele Jahrzehnte ist es her als ich meinen ersten Verlobten Christian kennenlernte. An einem sehr kalten Silvesterabend passierte es: Christian und ich wurden ein Paar. Diesen einen Kuss habe ich trotz allem was geschah nicht vergessen. Die Beziehung mit Chris hatte viele Höhen, aber auch genügend Tiefen. Dennoch verlobten wir uns nach 10 Jahren der Zweisamkeit. Ich war so glücklich damals…

Zumindest bis zu dem Tag an dem ich ihn in flagranti mit so einer brünetten Schnepfe erwischte. Es glich meiner persönlichen Hölle. Ein Weltuntergang, den ich mir nicht schlimmer hätte ausmalen können. Heute ist es fast unvorstellbar, dass ich wegen Herzschmerz Beruhigungstabletten schlucken musste. Aber ohne sie wäre ich wahrscheinlich durchgedreht.

Ich sage Euch: Nichts im Leben ist wichtiger als Menschen an Eurer Seite zu wissen, die Euch lieben und denen ihr Vertrauen schenken könnt. Ich schätze mich glücklich mit meinen drei Mädels – Solja, Meike und Esther. Sie gehören dieser Kategorie Mensch an.

Solja begleitet mich schon seit Kindheitstagen, wir waren und sind bis heute wie Schwestern. Eine Seele in zwei Körpern. Und auch auf Meike und Esther war schon immer Verlass, sie waren stets an meiner Seite. Ein Leben ohne die Mädels kann ich mir bis heute nicht vorstellen.

Sie waren es letztendlich, die mir aus meinem viel zu tiefen Loch heraus halfen. Sie ließen die rettende Leiter hinab ins Dunkel und ich stieg in das helle, kalte Finnland empor. Ich wurde regelrecht von ihnen gezwungen. Aber es nützte nichts – Wille hin oder her, ich musste die Zeit über Silvester in Finnland in einer einsamen Hütte im Nirgendwo verbringen. Und der Urlaub ging auch prächtig los…

Auf der Fähre hatten wir nur ein Zimmer zur Verfügung, der Mietwagen war viel zu klein und zu allem Übel ließen Soljas Fahrkünste auf den glatten Straßen Finnlands zu wünschen übrig. Als wäre das nicht genug gewesen, halste sie uns irgendwelche Finnen auf. Vom Haus will ich gar nicht erst sprechen… Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen so chaotischen Urlaub erlebt zu haben wie diesen.

Ich weiß eigentlich nicht wo ich anfangen und aufhören soll. In den paar Tagen ist einfach so viel geschehen. Sie waren Fluch und Segen zugleich. Das Schlimmste waren jedoch die Lügen!

Niemals hätte ich gedacht, dass wir Mädels uns so viele Dinge verschweigen würden. Auf dieser Reise kamen Dinge zum Vorschein… Euch würden die Augen aus dem Kopf fallen, wenn ihr es wüsstet.

Und trotz aller Geheimnisse bin ich bis heute davon überzeugt, dass uns Freundinnen nichts Besseres widerfahren konnte als diese Reise. Es war nicht leicht alles zu verdauen, aber wir fühlten uns alle besser, als die Wahrheit endlich ans Licht kam.

Die kleinen und großen Katastrophen waren nicht das einzige, was für Ablenkung sorgte. Ich lernte auf der Reise einen besonderen Menschen kennen, der mir anfangs leider gewaltig auf die Nerven ging! Aber man weiß ja wie das Leben so spielt – nichts ist wie es scheint. Er schaffte es tatsächlich mir das Gefühl zu geben, etwas Besonderes zu sein und den Schmerz zu vergessen…

Ich blicke auf diese Tage mit einem weinenden und lachenden Auge zurück. Ich habe in dieser Zeit eine wichtige Sache gelernt, die ich mein ganzes Leben über bewahrte:
Nichts ist wichtiger in einer Freundschaft und Beziehung als Ehrlichkeit. Ohne sie sind zwischenmenschliche Beziehungen nichts weiter als eine Farce. Auch wenn die Wahrheit oftmals unschön ist und weh tun kann, befreit sie den Menschen von einer gewaltigen Last und drückt dem Gegenüber Wertschätzung aus. Wer ehrlich durch sein Leben geht findet die wahre Freundschaft und Liebe.

Etwas Schöneres hätte mir nicht passieren können.

Vivien Hübsch

 

Wir hoffen, ihr hattet viel Spaß beim Lesen und seid nun auf das Buch gespannt!

Wer gut aufgepasst hat, kann mir sicherlich verraten, was Vivien zufolge das wichtigste in einer Freundschaft ist?! Alle die die Frage bis 11.12.2016 um 8.00 Uhr richtig beantworten, hüpfen in den Lostopf für diese tolle Antologie inkl. kleiner Goddies:

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Die richtige Antwort tragt ihr bitte in das nachstehende Formular ein 🙂 Teilnehmen kann jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland. Für Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen wir die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (per E-Mail an info@lilienlicht.de). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Mina und ich wünschen Euch einen schönen 2. Advent mit ein paar erholsamen Lesestunden.

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

 

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