Lilienlichts Diskussion der Woche – Thema #3 Der Buch-Hype

Neue Woche, neues Glück!

Erneut starten wir in eine wundervolle Winterwoche, die zu gemütlichen Nachmittagsstunden auf dem Sofa einlädt. Damit unsere grauen Zellchen nicht verstauben, starten wir heute wieder eine nette Diskussionsrunde. Das Feedback ist nach wie vor zufriedenstellend und deshalb freue ich mich immer noch wie eine kleine Schneekönigin über jeden Diskutant.

Letzte Woche haben wir uns der Thematik Ordnung vs. Chaos gestellt. So ziemlich einstimmig haben wir beschlossen, dass der goldene Mittelweg die wohl beste Wahl zwischen einem voll durchgeplanten und einem total chaotischen Lebensstil ist.
Heute begebe ich mich aber wieder auf das Gebiet unserer heißgeliebten Bücher. Ich möchte gerne Eure Gedanken zum Thema „Buch-Hype“ erfahren.

Mittlerweile ist es ja tatsächlich so, dass extrem viele Bücher vor der Veröffentlichung in Deutschland gehypt werden. Die Bücher werden jenseits von Gut und Böse in den Himmel gelobt, überall liest oder hört man davon, es verfolgt einen förmlich wie ein persönlicher Stalker. Ich denke da beispielsweise nur mal an „Shades of Grey“ von E.L. James oder „Ein plötzlicher Todesfall“ von J.K. Rowling. Zum weltweiten Verkaufsstart von „Ein plötzlicher Todesfall“ wurden sogar Live-Ticker-Rezensionen von Plattformen wie Spiegel Online getätigt. Die Messlatte wird also extrem hoch geschraubt und je nach dem kommt dann der Fall in Form der Ernüchterung oder die innere Zufriedenstellung.

Die Vor- und Nachteile eines Hypes sind meiner Meinung nach recht überschaubar, deshalb versuche ich das nun so gut wie möglich auf den Punkt zu bringen.

Pro Buch-Hype:

  • Das Rühren der Werbetrommel: Jeder weiß über das Buch bescheid, es kann gar nicht an einem vorbeigehen.
  • Informationsverteilung: Meist werden durch Insidertipps doch mehr Informationen zum Buch im Vorfeld bekannt, als bei nicht gehypten Büchern. Hierzu zählen natürlich auch Kritiken zu den Originaltiteln, die bereits erschienen sind (z.B. USA, England usw.)
  • Gehypte Bücher sind natürlich auch in größeren Stückzahlen in den Buchläden vertreten, sogar kleine Buchläden haben sie meist vorrätig da, so dass sie teilweise besser zu bekommen sind (aber auch schnell wieder vergriffen sein können).
  • Hohe Erwartungen an das Buch (kann sowohl positiv als auch negativ sein).
  • Setzen neuer Buchtrends.

Contra Buch-Hype:

  • Der Stalking-Effekt: Überall, wo man geht und steht hört man was vom Buch – egal ob im Buchladen, Radio, TV oder Internet („Nervfaktor“).
  • Das Buch kann den hohen Erwartungen nicht gerecht werden.
  • Das „Außenseiter-Dasein“: Wer ein gehyptes Buch nicht gelesen hat, kann in der „Buchszene“ nicht mitreden und sich so vielleicht als Außenseiter oder zumindest frustriert fühlen.
  • Kaufzwang?! (resultierend aus dem vorherigen Punkt)

So ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen. Was meine Meinung zum Buch-Hype angeht, kann ich mich nicht ganz entscheiden. Buch-Hypes aus Genre, die mich wenig bis gar nicht interessieren, gehen mir eigentlich am Allerwertesten vorbei. Handelt es sich allerdings um ein Buch-Hype aus meinen Lieblingsgenre ((Fantasy-)Jugendbuch, Dystopie) bin ich natürlich nicht abgeneigt dem Hype auf den Grund zu gehen und das besagte Buch zu kaufen. Ich habe in den Fällen zumindest das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Meistens ist es aber ohnehin so, dass mich die gehypten Bücher schon von der Story her ansprechen (es sei denn, es geht um Vampire, auf die habe ich nämlich momentan keine Lust xD).

Das sind meine Gedanken zum Thema Buch-Hype. Ich bin gespannt wie ihr so darüber denkt! Würdet ihr Euch als Buch-Hype Gegner oder Liebhaber bezeichnen? 😉

Liebe Grüße,
Lilienlicht =(^-^)=

Diskussion der Woche

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Huhu,
    also ich habe generell nichts gegen Hype-Bücher, aber ich lese kein Buch nur weil es eins ist, dass einen Hype hat.
    Interessiert mich das Genre nicht, dann lese ich es auch nicht. Und wenn es aus einem Genre ist, den ich sehr gerne lese, dann lese ich das sowieso, egal, ob es ein Hype-Buch ist oder nicht.
    Generell lese ich auch gerne unbekannte Bücher, die meinem Lieblingsgenre entsprechen.
    LG
    Mandy

    1. Hey Mandy,

      da hast du eine sehr konsequente Einstellung. Ich lasse mich schon durch gehypte Bücher dazu hinreißen, sie zu lesen, wenn sie einigermaßen meinem Geschmack entsprechen. Ich denke das bewirkt bei mir schon, dass ich auch zu Büchern greife, die ich sonst vielleicht nicht unbedingt kaufen würde (eher leihen, Wanderbuch oder so).
      Ich finde es aber gut, dass man nicht nur Hype-Bücher liest. Denn dann verpasst man mit Sicherheit viele Schmuckstücke noch unbekannter Autoren!

      Liebe Grüße,
      Lilienlicht =(^-^)=

  2. Hallo Diana,

    bei mir ist es manchmal so, dass ich extrem gehypte Bücher verweigere!
    Ich habe weder SoG oder Ein plötzlicher Todesfall gelesen, nicht mal die Harry Potter Bücher und der erste Band von Twilight war ein Geschenk, das monatelang im Regal stand bis ich es letztlich doch gelesen habe. 🙂
    Es gibt aber einfach viel zu viele Bücher die ich gerne lesen möchte, die mich interessieren und dann einfach die nötige Zeit fehlt.
    Ich verfolge weder Bestseller-Listen, noch schaue ich regelmäßig nach Neuerscheinungen. Ich stöbere gerne online oder im Buchladen, gebe auch gerne selbstpublizierenden Autoren eine Chance, wenn mich die Buchbeschreibung, bzw. die Leseprobe anspricht. Ich schaue auch viel öfter ins Verlagsprogramm von kleinen Verlagen, denn die Neuerscheinungen von großen Verlagshäusern bekommt man sowieso irgendwann fast schon zwangsläufig mit.
    Mir ist es also relativ egal, aus welchem Verlag ein Buch kommt, ob es von Indie-Autoren ist oder ein sogenanntes Hype-Buch – bei mir zählt nur, ob es mein persönliches Interesse weckt und meinen Lesegeschmack trifft. 🙂

    LG
    Andrea

    1. Hallo Andrea,

      so sind die Geschmäcker. Ich finde es gut, das du einer Linie folgst und konsequent bist. Es ist auf jeden Fall wichtig, auch unbekannte und Indie-Autoren zu lesen. Das ist wirklich klasse, dass du so unvoreingenommen bist, denn so entdeckt man einfach immer wieder Neues und Innovatives!

      Liebe Grüße,
      Lilienlicht =(^-^)=

  3. Guten Morgen,
    mir geht es da eigentlich ähnlich wie dir. Auf der einen Seite nerven mich Buch-Hypes, wie zB Shades of Grey sehr. Das Buch hätte ich mir niemals gekauft, hätte man mich nicht ständig gefragt ob ich es gelesen habe.
    Vor allem aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kommt die Frage oft. Ich bin als Vielleserin bekannt, also muss ich ja wohl auch Shades of Grey gelesen haben 😉 Irgendwann hab ich dann nachgegeben und nun steht es ungelesen im Regal…
    Auf der anderen Seite finde ich den Hype aber auch praktisch. Ich hätte „Panem“ wahrscheinlich ohne den Hype niemals gelesen und damit mich nicht so intensiv mit Jugendbüchern und Dystopien beschäftigt. Wenn der Hype für ein Buch also in meinem bevorzugten Genre abläuft, finde ich es durchaus praktisch… Denn irgendwo überredet ein der Hype doch, dem Buch eine Chance zu geben. Auch wenn man es sonst eigentlich nicht gekauft hätte…
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Hey Julia,

      oh wie schön, eine „Leidensgenossin“ 😀 Dank des Hypes bin ich übrigens auch auf Panem gestoßen, worauf ich mich schon sehr freue 🙂 Habe sogar schon die DVD im Schrank stehen 🙂

      Danke für die ehrliche Meinung.

      Liebe Grüße,
      Lilienlicht =(^-^)=

  4. Also bei geht eigentlcih (fast) jeder Buch-Hype vorbei 🙂 Da ich gern gebrauchte Bücher lese und mir damit Zeit lasse, ist selten ein aktuelles Buch darunter. Manchmal fühle ich mich verfolgt. Gerade bei „Shades of Grey“ stöhne ich innerlich, wenn ich nur den Buchtitel lese oder das Cover sehe. Schade finde ich, das um ein Buch ein Trara gemact wird und um manch besseres oder gleichwertiges Buch nicht und das verschwindet wieder in der Versenkung 🙁 Leider ist es heutzutage so, wer am lautesten ruft und auf sich aufmerksam macht, hat gewonnen 🙁 Und das ist nicht nur bei den Büchern so.
    lg Ramona 🙂

    1. Hi Ramona,

      da hast du Recht. Dank der Buch-Hypes verschwinden tatsächlich andere gleichwertige oder gar viel bessere Bücher in der Versenkung und das ist total schade. Das ist die Kehrseite der Medaillie, den nicht jeder Verlag oder Autor kann so laut schreien, dass ein Hype darum gemacht wird. Wie du schon sagst, so ist das Leben!

      Liebe Grüße,
      Lilienlicht =(^-^)=

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