[Kurzrezension] Die „Sieben-Fragen-Rezension“ zu „Kyria & Reb – Die Rückkehr“ von Andrea Schacht

Hallo meine lieben Leser,

ich bin momentan dabei ein paar überfällige Rezensionen online zu stellen oder habe sogar noch welche zu schreiben. Problematisch ist das eigentlich nicht. Es sei denn, das Lesen des Buches liegt mehr als ein halbes Jahr zurück und die Geschichte ist nicht mehr im Detail im Kopf abrufbar. Ich musste mir daher Gedanken machen, wie ich es schaffe trotzdem ein paar Eindrücke niederzuschreiben um Euch zu vermitteln, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht. Wer meinen Blog etwas verfolgt weiß, dass ich eigentlich mehr ein Verfechter von längeren Rezensionen bin, weil ich gern sowohl den (potentiellen) Lesern als auch den Autoren einen intensiven Einblick in meine Empfindungen gewähren möchte.

Es gibt viele verschiedene Arten von Rezensionen und mir sind auch schon schöne Varianten vor die Linse gehüpft. Ich habe mir dennoch etwas überlegt, womit ich gut arbeiten kann und das vor allem meinem üblichen System der Rezensionen folgt. Dabei ist die „Sieben-Fragen-Rezension“ entstanden. Alle aufgeworfenen Fragen werden dabei in maximal fünf Sätzen beantwortet, die natürlich nicht utopisch lang sind. Ich bin gespannt, wie Euch diese Art der Kurzrezension gefällt und ihr seid herzlich dazu eingeladen auch Eure (Kurz-)Rezensionen nach diesem Modell zu gestalten!

Dies sind also meine sieben Fragen:

  1. Worum geht es?
  2. Kann das Cover überzeugen?
  3. Wie gestaltet sich der Handlungsverlauf?
  4. Welche positiven und negativen Eigenschaften haben die Hauptcharaktere?
  5. Wie sind die Nebencharaktere ausgearbeitet?
  6. Was gibt es zum Schreibstil zu sagen?
  7. Welches Fazit wird gezogen?

Das Ganze möchte ich nun am Beispiel von „Kyria & Reb – Die Rückkehr“ von Andrea Schacht ausprobieren. Mir fällt es wirklich schwer, mich an die Geschichte zu erinnern. Aber das Durchstöbern anderer Rezensionen hat mir geholfen meine Eindrücke erneut abzurufen. Nicht vergessen, es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Band der Dilogie, daher besteht Spoilergefahr!

Doch bevor es losgeht, gibt es wie immer die wichtigsten Fakten im Überblick!

Art: Gebunden (HC)
Erscheinungsdatum: 10.01.2013
Seitenanzahl: 352
Preis: 17,99 Euro
ISBN: 978-3863960384

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1.  Worum geht es?
Kyria ist unter falscher Identität zurück nach New Europe (NuYU) gekehrt, zurück zu ihrer Mutter. Sie möchte den Mord an ihrem Vater aufklären und herausfinden, warum man versuchte sie und ihre Mutter hinter das Licht zu führen. Schritt für Schritt kommt sie dabei den Intrigen auf die Spur und muss feststellen, dass sie nicht (wie geglaubt) in Sicherheit ist.

Reb hingegen ist bei seinem Vater, der ihn zum Wagenlenker ausbildet. Als Ausgestoßener, einer aus der Subcultura, hat er sonst keine Möglichkeit mehr in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Seine Wagenrennen führen ihn zurück nach NuYu, doch sind es wirklich nur die Rennen, die ihn dorthin zurücktreiben?

2.  Kann das Cover überzeugen?
Bereits das Cover zum ersten Band der Reihe („Bis ans Ende der Welt“) hatte mich vollends in seinen Bann gezogen. Der zweite Band ist dem ersten recht ähnlich, wobei hier die Rottöne dominieren. Es versprüht dadurch ein etwas anderes Flair, weil es nicht mehr ganz so geheimnisvoll wirkt, wie ich finde. Dennoch ist das Cover ein echter Hingucker, den ich mir gern ins Regal stellte.

3.  Wie gestaltet sich der Handlungsverlauf?
Die Handlung setzt direkt an Band 1 an und hat für alle, die nicht mehr wissen was so passiert ist, eine kleine Zusammenfassung und ein paar Erklärungen zu NuYu parat – eine super Idee! Der Leser lernt eine neue Seite NuYu’s kennen, die vor allem die politischen Gegebenheiten behandelt. Es gibt viel Neues zu entdecken, so dass der Spannungsbogen in diesem Band meinem empfinden nach besser ausgearbeitet war als in Band 1. Zwar hatten Kyria und Reb gerade zu Beginn keinen Kontakt mehr, dennoch fühlte man sich sofort wieder wohl, als die beiden aufeinander trafen. Die geschickt eingebundene Liebesgeschichte und die Art und Weise wie sie mit den Problemen umgegangen sind, haben den Abschluss der Reihe zu einem zufriedenstellenden Ende geführt.

4.  Welche positiven und negativen Eigenschaften haben die Hauptcharaktere?
Kyria hat sich bereits im ersten Band sehr positiv verändert, was mir sehr gut gefallen hatte. Auch im zweiten Teil legt sie noch ein Stück zu und reift zu einer erwachsenen Frau mit gefestigten Meinungen heran. Vor allem weil man damit nicht unbedingt gerechnet hat, ist sie weiterhin eine sympathische Protagonistin.

Auch Reb lernt man besser kennen, vor allem die Hintergründe für sein Verhalten und seine Gefühle. Mir war schon im ersten Band bewusst geworden, dass Reb ein sehr tiefgründiger Charakter ist, was mir nun nochmals bestätigt wurde.

5.  Wie sind die Nebencharaktere ausgearbeitet?
Die Nebencharaktere waren teils gut und teils weniger gut ausgearbeitet. Manche von ihnen sind für meinen Geschmack zu blass geblieben. So fehlen mir viele Erinnerungen an Cam, der doch zumindest viel Potential für einen facettenreichen Charakter bot. Jedoch haben mir die Mutter von Kyria und vor allem Xarina gut gefallen. Kyrias Mutter lernte man besser kennen und ich konnte endlich mehr Verständnis für sie aufbringen. Der neue Charakter Xarina ist mir sofort ans Herzgewachsen, denn ihr Mut und ihre Courage überzeugen auf ganzer Linie.

6.  Was gibt es zum Schreibstil zu sagen?
Wie beim ersten Band konnte man gewissermaßen herauslesen, dass Frau Schacht nicht schwerpunktmäßig Jugendbücher schreibt. Insbesondere die Darstellung der politischen Zusammenhänge war manchmal nicht ganz leicht zu verstehen. Im Großen und Ganzen fehlte mir auch hier ein Stück jugendliche Leichtigkeit. Nichtsdestotrotz war ich insgesamt zufrieden!

7.  Welches Fazit wird gezogen?
Mit „Die Rückkehr“ ist es Frau Schacht gelungen, die Dilogie besser abzuschließen, als sie begonnen hat. Gerade die etwas andere „Liebesgeschichte“ zwischen Kyria und Reb machen diesen dystopischen Roman zu etwas Besonderem, selbst wenn sie zu Beginn etwas zu kurz kommt! Auch wenn das nicht der beste Abschluss einer Reihe war, lohnt sich eine zweite Reise nach NuYU ganz bestimmt!

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So, das war meine Version einer Kurzrezension. Hat sie Euch gefallen? Reicht sie grundsätzlich aus, damit ihr genug Informationen über das Buch bekommt oder ist es zu wenig um sich zu entscheiden? Ich würde mich über ein kleines Feedback seeeeehr freuen und lade Euch recht herzlich dazu ein, Eure Rezensionen auf dem gleichen Weg zu gestalten :-).

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht

 

 

Die Urheberrechte am Cover bleiben unberührt. Sie liegen bei dem Egmont INK Verlag.

 

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