[Blogger-Aktion] Rezension zu „Witch Hunter“ von Virginia Boecker

Für manche ist es gefühlt in aller Munde, andere haben es noch gar nicht auf dem Schirm: „Witch Hunter“ von Virginia Boecker. Der Jugendroman erscheint am 18.03.2016 im dtv Verlag und ich gehöre zu denjenigen Bloggern, die Euch bereits jetzt darüber berichten dürfen.

witch hunter
 (c) dtv Verlag

Inhalt

England im 16. Jahrhundert. Der jungen Elizabeth ist es dank ihrem Freund und Beschützer Caleb gelungen ein Leben aus dem Nichts aufzubauen. Sie gehört zu den besten Hexenjägern des Landes und ist dem Inquisitor Lord Blackwell treu ergeben – bis sie selbst zur Gejagten wird und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet. Ausgerechnet der meist gesuchte Hexenmeister des Landes befreit sie, lässt sie heilen und nimmt sie in seinen Reihen auf … Und das nicht ohne Grund…

Meine Meinung

Die Geschichte rund um Elizabeth, die Hexenjäger und die Magie konnte mich vollkommen in ihren Bann ziehen.

Eine Besonderheit bildet der Rahmen des Romans. Der Plot baut nämlich auf der englischen Geschichte auf – konkret das 16. Jahrhundert mit den Hexenverbrennungen, den Folgen der Pest und der Reformation. Die Autorin webt aus diesen geschichtlichen Ereignissen eine neue Welt, in der es tatsächlich Magie gibt.

Dank des atmosphärischen Schreibstils spielen sich alle Handlungen vor dem geistigen Auge ab, was den Lesegenuss nur steigert.  Man kann sich die Welt, in die Elizabeth hineingeboren wurde, gut vorstellen und das Denken der Protagonisten nachvollziehen.

Generell versteht es die Autorin, der Geschichte ein hohes Niveau an Spannung zu verleihen ohne dabei den Leser zu überfahren. Man hat kaum eine Minute Zeit um Luft zu holen, schon steht das nächste Ereignis vor der Tür, das neue Fragen aufwirft und gleichzeitig alte Fragen beantwortet.

Elizabeth ist dabei eine starke Protagonistin, die aufgrund ihrer Vergangenheit lernen musste, das Leben so zu nehmen wie es ist. Nachdem sie ihre Eltern an die Pest verlor, nahm Caleb sie mit in Stadt – in den Palast – wo sie schließlich als Küchenmagd Unterschlupf fand. Dank Caleb wurde sie später von Lord Blackwell als Hexenjägerin ausgebildet und gehört sogar zu den besten des Landes. Als sie selbst zur Gejagten ihres Lehrmeisters wird, beginnt sie die Welt nach und nach mit anderen Augen zu sehen. Durch ihre Flucht mithilfe von Nicholas Perevil, dem meist gesuchtesten Magier des Landes, lernt Elizabeth die andere Seite der Magie kennen. Sie durchlebt in der Geschichte eine authentische Entwicklung, die sie sehr sympathisch macht. Ihr neue Aufgabe meistert sie dabei solide, auch wenn nicht jeder Plan so aufgeht wie er sollte.

Aufgrund der Erzählung aus der Ich-Perspektive von Elizabeth kommen ebenso die Gefühle nicht zu kurz, die geschickt im Hintergrund verlaufen.

Selbst den Nebencharakteren verleiht die Autorin viel Farbe. Jeder Charakter hat seine eigene Art und ist facettenreich gezeichnet. Vor allem Fifer hat es mir angetan, denn auch sie entwickelt sich in der Geschichte weiter. Für den Humor sorgt ein Wiedergänger namens Skyler, der äußerst unterhaltsam ist.

Das Beste kommt bekanntlich am Schluss: Die Geschichte geht weiter! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

Fazit

Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen, das dauerhaft ein so hohes Maß an Spannung bieten kann, ohne dass man sich als Leser von den Ereignissen überfordert fühlt. Jeder, der gern in ein England des 16. Jahrhunderts mit echten Hexen abtauchen möchte, ist bei „Witch Hunter“ genau richtig. Absolute Leseempfehlung meinerseits!

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Ich danke dem dtv Verlag recht herzlich für diese wundervolle Bloggeraktion und die Bereitstellung des Leseexemplars!

Liebste Grüße,

Eure Lilienlicht ♥

4 Comment

  1. Huhu 🙂

    klingt nach einer tollen Story.
    Liebe Grüße Lisa

  2. Das Buch ist mir natürlich während meiner Offlinezeit begegnet, aber bei solchen großen Aktionen bin ich erst einmal vorsichtig und warte ab. Wie ich sehe, hat sich das Warten gelohnt, deine Meinung klingt sehr verlockend. Ob das Buch auch etwas für mich ist, die nicht so oft bis gar nicht historisch liest? Was denkst du?

    Liebe Wochenendgrüße
    Sandra

    1. Du hast Recht, was die Vorsicht betrifft. Ich bin bei solchen Aktionen auch eher vorsichtig, weil die Hypes um die Bücher nicht soo oft zutreffen in letzter Zeit. Die Geschichte klang aber so spannend, dass ich nicht widerstehen konnte!

      Ein historisches Setting muss man auf jeden Fall mögen bzw. offen dafür sein. Ich selbst lese auch eher selten historische Romane, mag dafür aber Jugend- und Fantasybücher, die auf einem historischen Setting beruhen. Das Buch ist auf jeden Fall sehr spannend und lässt es einen kaum zur Seite legen. Einen Versuch ist es also wert!

      Liebe Grüße,
      Diana

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